Wirbelsturm - Die Armen werden noch aermer

DRF 27.08.2008 04:22 Themen: Globalisierung Weltweit
Hurrikane Gustav trifft Haitie und treibt Oelpreise in die Hoehe (vergebt mir die Umlaute). Es trifft wieder die aermesten der Armen - und das nicht zum ersten Male. Aber dieses Mal sterben nicht nur 3,000 Einwohner. Dieses Mal werden indirekt auch wieder unbetroffene Menschen sterben wegen der sofortigen Erhoehung der Oelpreise.
Hurrikane Gustav trifft Haitie - Oelpreise steigen in Vorfreude auf das Eintreffen des Wirbelsturmes im Golf von Mexiko.

PORT-AU-PRINCE, Haitie — Hurricane Gustav wirbelt mit 90 mph (ca. 150 kmh) und trifft die verarmte Suedkueste eines der aermesten Laender der westlichen Hemisphaere - Haitie. Bisher nur ein Toter zu beklagen, aber diese Zahl wird sich wesentlich erhoehen. Holzbuden und Wellblechhuetten bieten keinen Schutz. Steigendes Wasser durch den furchtbaren Regen (bis zu 50 cm erwartet) bringt Schlammlawinen und zertoert die Ernte. Gebremst wird fast nichts - es gibt ja kaum Baeume in Haitie - besonders im superarmen Sueden. Das ist insbesondere kritisch als Haitie zunehmende Proteste der Bevoelkerung gesehen hat wegen der erhoehten Preise fuer Grundnahrungsmittel. Bananen-, Bohnen-, und Gemuesefelder unter Wasser. Und das Schlimmste kommt noch - der Regen ist noch nicht vorbei!

Man mag sich nun wundern, warum viele Menschen nicht den Warnungen der Regierung gefolgt sind und ihre Wohnungen/Haeuser verlassen haben um in gesicherten Unterkuenften den Sturm zu ueberstehen. Ganz im Gegenteil - Steine fliegen und UN Soldaten muessen die Menge mit Traenengas aufloesen. Warum nur, warum nur? Vielleicht weil der Magen leer ist und den Menschen langsam alles egal ist? Man mag sich erinnern, dass es im April toetliche Proteste gegen die hohen Nahrungsmittelpreise gab.

Nun wird es noch schlimmer. Dank der Bedrohung das Gustav nun auf dem Weg in den Golf von Mexiko ist (als Kategorie 3 dann), sind die Rohoelpreise natuerlich sofort angestiegen - um 5$ pro Barrel (Amerikanisches Mass - ein Fass Oel, ich glaube so etwa 156 Liter). Der Sturm bedroht tausende von Oelbohrinseln und -plattformen im Golf. Und die oelhungrige Supermacht schuettelt sich sofort - Rekord Benzinpreise haben in diesem Jahr zu Verunsicherung und wirtschaftlichem Abschwung gefuehrt. Nach vorruebergehender Beruhigung des Benzinpreises droht erneut ein sofortiger Anstieg and der Zapfsaeule um bis zu etwa 6.5 Cent in Euro (10 cents US $). Shell plant Evakuierungen von Oelplattformen etwa am Mittwoch. Folterstation Guatanomo Bay ist auch schon vorbereitet auf den etwaigen Sturm. "Waterboarding" einmal anders - natuerlich.

Das Fazit: die Reichen meckern, die Konjunktur zittert noch mehr - die Armen zahlen doppelt. Erst verlieren sie die Ernte und das Leben, ihr Holz- und Wellblechhaus - dann wird das Oel teurer und Nahrungsmittel werden noch teurer. Nicht das ich nun die korrupte Regierung in Haitie von der Verantwortung fuer die ueblen Zustaende freisprechen moechte! Aber, merke, die Armen zahlen IMMER wenigsten doppelt - wenn nicht mehrfach!

Moechte an dieser Stelle sofort dazu aufrufen zu spenden - es wird mehr als noetig sein.

-kai

PS: Vergebt mir meine unglaublich schlechte Rechtschreibung und Grammatik - schon lange nichts ernsthaftes mehr in dieser Sprache geschrieben. Und - ich wohne nicht in Haitie - aber sehr dicht drann und habe selbst schon in starken Wirkelstuermen im Dunkeln gesessen und erbaermliche Angst gehabt.

PPS: Ich bin nicht geuebt im Verfassen solcher Beitraege.
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Ergänzungen

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... 27.08.2008 - 09:32
hi,
du deutest hier leider ein paar sachverhalte falsch ... Rekord Benzinpreise haben in diesem Jahr zu Verunsicherung und wirtschaftlichem Abschwung gefuehrt ... schön einfach aber leider nicht richtig ... der momentan zu beobachtende abschwung hat sich auch im ölpreis niedergeschlagen, nicht der ölpreis hat den abschwung herbeigeführt(siehe US-spekulationskriese auf dem immobiliensektor--Ausenhandelsdefizit US gegenfinanzierung durch china und und und)...

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