Endlagerkriterien veröffentlicht

Kerstin Rudek 15.08.2008 08:35 Themen: Atom
Endlagerkriterien vom Bundesumweltministerium veröffentlicht -

Bürgerinitiative Umweltschutz beteiligt sich an Erkundung des Salzstockes
Hamburg Othmarschen - Langenfelde

Nachdem nun die bereits vor Monaten angekündigte Veröffentlichung
"Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung wärmeentwickelnder radioaktiver
Abfälle" des Bundesumweltministeriums vorliegt, wird die Bürgerinitiative
Umweltschutz (BI) aktiv. Als Teilhaberin der "Münchhausen- Gesellschaft zur
Förderung von Akzeptanzproblemen" (GeFAP) wirkt sie mit am Bau eines
Erkundungsbergwerkes zur Untersuchung des Salzstockes Othmarschen-
Langenfelde auf seine Eignung als Atommüll-Endlager.
Am Montag, den 18. August um 10 Uhr, beginnen die Arbeiten am Spritzenplatz
in Hamburg. Zeitgleich werden sich Menschen in weißen Strahlenschutzanzügen
aus Papier- der Transport soll ja sicher sein- in Hamburgs S- und U- Bahnen mit
"Atommüllfässern" auf den Weg machen, um den entsprechenden Sachzwang zu
schaffen. "Irgendwo muss der Müll ja hin?!" Gegen 12.30 Uhr werden die auf
Sackkarren transportierten Fässer dann am Salzstock- Erkundungsbergwerk
Othmarschen- Langenfelde eintreffen.

Das zehnjährige Moratorium (die Denkpause/der Baustopp) in Gorleben, das
2000 wegen geologischer, juristischer und politischer Zweifel in Kraft getreten
war, wurde bisher nicht genutzt. Daher hat es sich die "Münchhausen-
Gesellschaft zur Förderung von Akzeptanzprobleme"" nun zur Aufgabe
gemacht, das Dilemma der nicht gelösten Atommüll- Entsorgung in die
Öffentlichkeit zu tragen.

"So wie nur wenige Menschen wissen, dass es einen sehr wohl begründeten
Baustopp in Gorleben gibt, leben die meisten Menschen in der Bundesrepublik in
dem Glauben, die Castortransporte würden am Ziel ihrer Reise in Gorleben
unterirdisch in einem Bergwerk endgelagert," so die GeFAP "Dass die
hochradioaktiven Atommüllbehälter mit ungewisser Zukunft in einer luftigen Halle
stehen, lässt die Debatte um Laufzeitverlängerungen und neue Atomkraftwerke in
einem anderen Licht erscheinen. Die Entsorgung und das Endlagerdilemma dürfen
beim Thema Atomkraft nicht ausgeblendet werden!", so die "Münchhausen-
Gesellschaft zur Förderung von Akzeptanzproblem".

Motivierte "Bergleute und Atommülltransporteure" können sich zur Koordination
unter 05841-4684 im Lüchower BI-Büro melden.

Um 13 Uhr findet eine Pressekonferenz vor Ort am Spritzenplatz statt, zu der die
vier Initiativen der Endlagerstandortekonferenz Asse, Morsleben, Schacht Konrad
und Gorleben einladen.

Kerstin Rudek 05882 987436 0160 1592473

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg e.V.
Drawehner Str. 3 29439 Lüchow
www.bi-luechow-dannenberg.de
Büro: Tel: 05841-4684 Fax: -3197
büro@bi-luechow-dannenberg.de
Pressesprecher: Francis Althoff 05843 986789
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