120 Leute auf CSD in Erfurt
ca. 120 Leute auf dem CSD in Erfurt - gute Stimmung - gegen Homophobie, Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und die Vertreibungspolitik der Stadt Erfurt
Am 19.7.2008 fand in Erfurt der Thüringer CSD statt. Die Stimmung war super, zu transgenialer Disco-Musik brachten 120 Leute die spießigen Thüringer Verhältnisse (wenigstens ein bisschen) zum Tanzen.
Der Umzug fand dieses Jahr im Rahmen der Veranstaltung rund um den Tag der Einheit der Menschen (
http://einheitdermenschen.dgb-bwt.de/) statt, der seit sieben Jahren in Erfurt am 3.Oktober stattfindet, weil die Stadt damals eine Demonstration unter dem Motto "Es gibt tausend Gründe, Deutschland zu hassen" verboten hatte.
In diesen größeren Rahmen eingebettet wandte sich der CSD natürlich gegen Homophobie und Sexismus, aber auch gegen Rassismus, Antisemitismus und anlässlich der aktuellen Ereignisse an der Krämerbrücke (
http://sabotnik.blogsport.de/2008/07/13/naziueberfall-an-der-kraemerbruecke/) auch gegen die Vertreibung von Randgruppen aus dem öffentlichem Raum.
Die Demo bewegte sich drei Stunden durch die Innenstadt. Weitere Veranstaltungen im Rahmen des CSD gibt es hier:
http://www.csd-erfurt.de/?iid=csd.veranst
Die konkreten sexualitätspolitischen Forderungen des CSD waren:
- Gesellschaftliche und juristische Anerkennung und Gleichberechtigung aller Lebens- und Familienformen anstelle von Sondergesetzen für Minderheiten
- Anerkennung im Nationalsozialismus aufgrund ihrer Homosexualität verfolgter, gequälter und ermordeter Frauen und Männer als Opfer des Nationalsozialismus sowie deren Rehabilitierung und Entschädigung
- Rehabilitierung und Entschädigung aller in der BRD und in der DDR aufgrund ihrer Homosexualität verurteilter Menschen
- Aufklärung der Bevölkerung über Homosexualität und Homosexuellen- Verfolgung
- Vorurteilsfreie pädagogische Konzepte, die nicht auf Heteronormativität basieren, sondern die Vielfalt der Lebensweisen und sexuellen Orientierungen in den Bildungskatalog integrieren
- Vermittlung eines sozialen und pädagogischen Klimas an Bildungseinrichtungen, in dem Lehrerinnen, Lehrer, Schülerinnen und Schüler offen zu ihrer sexuellen Orientierung stehen können
- Wiederaufnahme und Fortsetzung sachlicher sexualpolitischer Debatten (in Wissenschaft und Gesellschaft) ohne Populismus, die freie sexualwissenschaftliche Forschung ermöglichen und fördern und eine Rückentwicklung zur Tabuisierung von Sexualität verhindern.
- Diskriminierungsfreier Zugang zu den bestehenden medizinischen Möglichkeiten bei Kindeswunsch durch gleichberechtigte Kostenübernahme durch die Krankenkassen
- Gleichberechtigter Zugang aller Menschen zur Adoption ohne Besserstellung von Ehepaaren
- Gleichberechtigte Förderung aller Formen der Kindeserziehung anstelle der Privilegierung heterosexueller Familien
Der Umzug fand dieses Jahr im Rahmen der Veranstaltung rund um den Tag der Einheit der Menschen (
http://einheitdermenschen.dgb-bwt.de/) statt, der seit sieben Jahren in Erfurt am 3.Oktober stattfindet, weil die Stadt damals eine Demonstration unter dem Motto "Es gibt tausend Gründe, Deutschland zu hassen" verboten hatte. In diesen größeren Rahmen eingebettet wandte sich der CSD natürlich gegen Homophobie und Sexismus, aber auch gegen Rassismus, Antisemitismus und anlässlich der aktuellen Ereignisse an der Krämerbrücke (
http://sabotnik.blogsport.de/2008/07/13/naziueberfall-an-der-kraemerbruecke/) auch gegen die Vertreibung von Randgruppen aus dem öffentlichem Raum. Die Demo bewegte sich drei Stunden durch die Innenstadt. Weitere Veranstaltungen im Rahmen des CSD gibt es hier:
http://www.csd-erfurt.de/?iid=csd.veranst Die konkreten sexualitätspolitischen Forderungen des CSD waren:
- Gesellschaftliche und juristische Anerkennung und Gleichberechtigung aller Lebens- und Familienformen anstelle von Sondergesetzen für Minderheiten
- Anerkennung im Nationalsozialismus aufgrund ihrer Homosexualität verfolgter, gequälter und ermordeter Frauen und Männer als Opfer des Nationalsozialismus sowie deren Rehabilitierung und Entschädigung
- Rehabilitierung und Entschädigung aller in der BRD und in der DDR aufgrund ihrer Homosexualität verurteilter Menschen
- Aufklärung der Bevölkerung über Homosexualität und Homosexuellen- Verfolgung
- Vorurteilsfreie pädagogische Konzepte, die nicht auf Heteronormativität basieren, sondern die Vielfalt der Lebensweisen und sexuellen Orientierungen in den Bildungskatalog integrieren
- Vermittlung eines sozialen und pädagogischen Klimas an Bildungseinrichtungen, in dem Lehrerinnen, Lehrer, Schülerinnen und Schüler offen zu ihrer sexuellen Orientierung stehen können
- Wiederaufnahme und Fortsetzung sachlicher sexualpolitischer Debatten (in Wissenschaft und Gesellschaft) ohne Populismus, die freie sexualwissenschaftliche Forschung ermöglichen und fördern und eine Rückentwicklung zur Tabuisierung von Sexualität verhindern.
- Diskriminierungsfreier Zugang zu den bestehenden medizinischen Möglichkeiten bei Kindeswunsch durch gleichberechtigte Kostenübernahme durch die Krankenkassen
- Gleichberechtigter Zugang aller Menschen zur Adoption ohne Besserstellung von Ehepaaren
- Gleichberechtigte Förderung aller Formen der Kindeserziehung anstelle der Privilegierung heterosexueller Familien
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
120?!
und wie wir das waren...
meint der artikel nur diejenigen mit stempeln etwa oder alle die sonst noch kamen ?
auf jeden fall war es besonderst toll :-) :-) weiter so !!!
wir bleiben alle !
TeilnehmerInnen-Anzahl
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Ich wäre — gerne gekommen!
war das — one two
Homos verurteilt ? — Zappa