Erfolgreiche Streetparade in Bernau
Insgesamt 300 Menschen bei Streetparade in Bernau (bei Berlin) // Versuchter Naziangriff nach der Parade auf's Dosto // Antifa und Dosto kritisieren Polizeieinsatz
Am 12. Juli fand unter dem Motto “Keine Stimme den Nazis” im Rahmen der gleichnamigen Kamapagne eine Straßenparade durch Bernau statt. Mit 3 bunten Wagen zog die Parade von Busbahnhof durch die Stadt. Gegen 17 Uhr ging der Umzug in ein Straßenfest in der Innenstadt über. Ingesamt nahmen rund 300 Menschen an den Veranstaltungen teil. Organiserit wurden die Aktionen vom Jugendtreff Dosto, der Antifaschistischen Aktion Bernau, dem Subtival 1260 e.V. und der Ak Antifa Potsdam, mit Unterstützung des Bernauer Netzwerkes für Toleranz und Weltoffenheit.
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Versuchter Angriff von Neonazis auf Jugendtreff nach Straßenparade
Am vergangenen Samstag fand in Bernau eine Straßenparade unter dem Motto „Keine Stimme den Nazis“ statt. Veranstaltet wurde diese u.a. durch den Jugendtreff Dosto und die Antifaschistische Aktion Bernau, mit Unterstützung des Netzwerkes für Toleranz und Weltoffenheit. Mit drei bunt geschmückten Musikwagen zog die Parade vom Bahnhof durch die Straßen von Bernau und mündete in einem Fest in der Innenstadt. Neben einem ausgewogenen Musikprogramm, gab es Stände verschiedener Initiativen, die Informationsmaterial gegen Nazis verteilten. Insgesamt nahmen rund 300 Menschen an den Veranstaltungen teil. Am Abend sollte das Fest im Jugendtreff Dosto mit einer Party ausklingen. Doch wegen versuchten Angriffen von Neonazis auf Besucher_innen der Party und einem großen Polizeiaufgebot war es kaum möglich den Abend zu genießen.
Gegen 20.30 Uhr versammelte sich eine Gruppe von 10 – 15 gewaltbereiten Neonazis und versuchte von der Breitscheidstraße auf das Gelände des Kulturhofes, wo sich auch der Jugendtreff Dosto befindet, zu gelangen. Trotz einer schnellen Präsenz der Polizei, wodurch zwar das Betreten des Kulturhofes durch die Nazis verhindert wurde, kam es zu einer länger andauernden Konfrontation zwischen Nazis, Polizei und Besucher_innen.
Dabei wurde die Polizei durch die Nazis mehrfach tätlich angegriffen. Außerdem wurde wiederholt der Hitlergruß gezeigt, sowie Polizei und Besucher_innen beledigt und bedroht. Auf Grund des aggressiven und gewalttätigen Auftretens der Nazis musste damit gerechnet werden, dass diese einen erneuten Angriff versuchen würden. Trotz mehrfacher Aufforderung der Veranstalteter_innen, die Nazis des Platzes zu verweisen, um weitere Provokationen zu unterbinden, schien die Polizei nicht gewillt wirkungsvoll zu handeln. Etwa zwei Stunden später kam es zu einer zweiten Ansammlung. Noch fahrlässiger als beim ersten versuchten Angriff und trotz wiederholten Hinweisen durch die Veranstalter_innen, reagierte die Polizei nicht auf das erneute Erscheinen der Nazis. Wie auch beim ersten Angriff, bedrohten diese die Anwesenden und versuchten mit Gewalt auf das Gelände zu gelangen. Wieder ließ die Polizei die Nazis unbehelligt gehen.
Wir, der Jugendtreff Dosto und die Antifaschistische Aktion Bernau, kritisieren, dass die Polizei die gewalttätigen Nazis nicht in Gewahrsam genommen, geschweige denn Personalien aufgenommen hat, um die Besucher_innen vor Übergriffen zu schützen. Stattdessen versuchten sie die Veranstaltung im Dosto offensichtlich zu unterbinden indem sie wegen angeblicher „Gefahrenabwehr“, so die Begründung der Polizei, Besucher_innen der Party den Zugang auf das Gelände verwehrte.
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Versuchter Angriff von Neonazis auf Jugendtreff nach Straßenparade
Am vergangenen Samstag fand in Bernau eine Straßenparade unter dem Motto „Keine Stimme den Nazis“ statt. Veranstaltet wurde diese u.a. durch den Jugendtreff Dosto und die Antifaschistische Aktion Bernau, mit Unterstützung des Netzwerkes für Toleranz und Weltoffenheit. Mit drei bunt geschmückten Musikwagen zog die Parade vom Bahnhof durch die Straßen von Bernau und mündete in einem Fest in der Innenstadt. Neben einem ausgewogenen Musikprogramm, gab es Stände verschiedener Initiativen, die Informationsmaterial gegen Nazis verteilten. Insgesamt nahmen rund 300 Menschen an den Veranstaltungen teil. Am Abend sollte das Fest im Jugendtreff Dosto mit einer Party ausklingen. Doch wegen versuchten Angriffen von Neonazis auf Besucher_innen der Party und einem großen Polizeiaufgebot war es kaum möglich den Abend zu genießen.
Gegen 20.30 Uhr versammelte sich eine Gruppe von 10 – 15 gewaltbereiten Neonazis und versuchte von der Breitscheidstraße auf das Gelände des Kulturhofes, wo sich auch der Jugendtreff Dosto befindet, zu gelangen. Trotz einer schnellen Präsenz der Polizei, wodurch zwar das Betreten des Kulturhofes durch die Nazis verhindert wurde, kam es zu einer länger andauernden Konfrontation zwischen Nazis, Polizei und Besucher_innen.
Dabei wurde die Polizei durch die Nazis mehrfach tätlich angegriffen. Außerdem wurde wiederholt der Hitlergruß gezeigt, sowie Polizei und Besucher_innen beledigt und bedroht. Auf Grund des aggressiven und gewalttätigen Auftretens der Nazis musste damit gerechnet werden, dass diese einen erneuten Angriff versuchen würden. Trotz mehrfacher Aufforderung der Veranstalteter_innen, die Nazis des Platzes zu verweisen, um weitere Provokationen zu unterbinden, schien die Polizei nicht gewillt wirkungsvoll zu handeln. Etwa zwei Stunden später kam es zu einer zweiten Ansammlung. Noch fahrlässiger als beim ersten versuchten Angriff und trotz wiederholten Hinweisen durch die Veranstalter_innen, reagierte die Polizei nicht auf das erneute Erscheinen der Nazis. Wie auch beim ersten Angriff, bedrohten diese die Anwesenden und versuchten mit Gewalt auf das Gelände zu gelangen. Wieder ließ die Polizei die Nazis unbehelligt gehen.
Wir, der Jugendtreff Dosto und die Antifaschistische Aktion Bernau, kritisieren, dass die Polizei die gewalttätigen Nazis nicht in Gewahrsam genommen, geschweige denn Personalien aufgenommen hat, um die Besucher_innen vor Übergriffen zu schützen. Stattdessen versuchten sie die Veranstaltung im Dosto offensichtlich zu unterbinden indem sie wegen angeblicher „Gefahrenabwehr“, so die Begründung der Polizei, Besucher_innen der Party den Zugang auf das Gelände verwehrte.
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Ergänzungen
hintergrund...
dort sollen auch in den nächsten tagen die ganzen redebeiträge online gestellt werden.
Kritik an der Parade
Im Artikel schreibt ihr: "Wir, der Jugendtreff Dosto und die Antifaschistische Aktion Bernau, kritisieren, dass die Polizei die gewalttätigen Nazis nicht in Gewahrsam genommen, geschweige denn Personalien aufgenommen hat, um die Besucher_innen vor Übergriffen zu schützen."
Diese Aussage ist nicht nur naiv, sondern zeigt auch, dass wohl keine Diskussionen bei Euch über offensiven Antifaschismus stattgefunden haben können. Sonst würdet ihr Euch nicht auf diesen Staat und seinen Polizeiaperat verlassen, denn mindestens seit den Progromen in Rostock muss doch wirklich allen klar sein, auf welcher Seite mindestens große Teile des Polizeiapperates stehen - nämlich nicht auf der Seite der Linken.
Dies hat Tradition in Deutschland, schon in den 20ern, Anfang der 30er Jahre haben die Statistiken belegt, dass grundsätzlich viel mehr Linke verhaftet wurden, und die Rechten des öfteren laufen gelassen wurden.
Wenn diese Polizei dann gegen eure Party vorgeht, und die Nazis nicht festnimmt, ist dies kein Widerspruch, sondern entspricht nur der Logik der Polizeiaufgaben.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
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