Protest Camp an den Elbwiesen Dresden

Schländer & Schlander 03.07.2008 14:35 Themen: Freiräume Ökologie
Seit 3 Wochen stehen Zelte auf den Elbwiesen an der Sängereiche in unmittelbarer Nähe zur Baustelle für die geplante Waldschlößchenbrücke. Es wird zusammen der Alltag gestaltet, gekocht, philosophiert, musiziert und diskutiert um zu erleben, wie man die Elbwiesen in ihrer Schönheit und Einzigartigkeit nutzen kann.
Seit 3 Wochen stehen Zelte auf den Elbwiesen an der Sängereiche in unmittelbarer Nähe zur Baustelle für die geplante Waldschlößchenbrücke. Es wird zusammen der Alltag gestaltet, gekocht, philosophiert, musiziert und diskutiert um zu erleben, wie man die Elbwiesen in ihrer Schönheit und Einzigartigkeit nutzen kann.

Der Brückenbau ist nach wie vor stark umstritten. So stehen noch immer rund 80 Klagen von Umweltverbänden und Bürgern aus, welche sich zum einen gegen jegliche Bauvorhaben an den Elbwiesen aussprechen und zum anderen bemängeln das Alternativvorschläge unzureichend geprüft wurden wie zum Beispiel ein Tunnelausbau. Derweilen tagt das Commite der UNESCO und entscheidet über den Welterbetitel der Stadt Dresden. Sehr wahrscheinlich wird mit dem Bau der Brücke das Weltkulturerbe für Dresden aberkannt.

Seit jahren spaltet der Brückenstreit an den Elbwiesen die Dresdner Bevölkerung und hat in der Vergangenheit zu unterschiedlichen Protesthöhepunkten geführt. So gab es eine 4 wöchige Baumbesetzung von Dezember bis Januar Anfang diesen Jahres. Eine Kranbesetzung im April mit der Forderung die Bauarbeiten sofort zu stoppen. Parallel dazu fanden viele kleinere Aktionen im Raum Dresden statt um auf diese Problematik aufmerksam zu machen.

Zusammenfassend wird das Verkehrskonzept der Stadt Dresden kritisiert, da Interessen der Menschen, die diese Naturfreiräume brauchen hinter der Verwirtschaftlichung jeglichen Freiraums gestellt werden. Aktuell haben sich Menschen eingefunden um an der Elbe individuell, eigenverantwortlich und weitesgehend dezentral die Elbwiesen zu erleben. Jeder freie Bürger ist dazu herzlich eingeladen sein Zelt mitzubringen und eine Nacht an den Elbwiesen zu genießen. Wir wollen zeigen das eine Gesellschaft mit Harmonie, gegenseitigem Respekt und einem gemeinsamen Miteinander funktionieren kann.

Wir lassen uns von den aktuellen Bauarbeiten nicht einschüchtern!

Politik für Menschen statt für Autos!

Brücke stoppen!

Kommt vorbei. Bringt Zelte mit. Seit ein Teil vom Camp. Aktuelle Infos zum Camp unter paradies-experiment.de.

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Ergänzungen

AntiRa Camp 16 - 24.08.08 in Hamburg

Hansel 03.07.2008 - 20:57
Wer mehr Lust auf campen hatt,
sollte am 16. bis 24.08.08 in Hamburg zum
AntiRa/ Klima Camp kommen!!!

UNESCO Titel bleibt erhalten, Brücke Stoppen!

Die Schländer von den Elbwiesen 04.07.2008 - 10:54
Hallo!

Das Dresdner Elbtal darf nach einer Entscheidung der UNESCO seinen Titel als Welterbe vorläufig behalten. Die Entscheidung gilt zunächt für ein Jahr: Sollte die umstrittene Waldschlößchenbrücke weiter gebaut werden, wird der Status gestrichen. Die UNESCO fordert einen Tunnel als Alternative.

Thierse plädiert für Tunnel

http://afp.google.com 05.07.2008 - 18:09
Im Streit um den Bau der Waldschlößchenbrücke, der zu einer Aberkennung des Welterbe-Titels der UNESCO für das das Dresdner Elbtal führen könnte, hat sich Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) für einen Tunnelbau ausgesprochen. Die UNESCO habe mit ihrem Beschluss über eine einjährige Frist "eine Chance eröffnet, Schaden vom Kulturerbe abzuwenden", sagte Thierse der "Frankfurter Rundschau". Diese Chance müsse nun genutzt werden. Die Mehrkosten für den Bau eines Tunnels habe Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) bereits zugesagt, erklärte Thierse. "Wir befinden uns in einer neuen Situation."

Thierse vertrat die Ansicht, es gehe nicht um eine rein regionale Angelegenheit. Deutschland sei Vertragspartner der Welterbe-Konvention und damit politisch in der Pflicht. "Bei einem Verstoß gegen die Konvention ist nicht nur Dresden geschädigt, sondern der Kulturstaat Deutschland", sagte Thierse.

Die UNESCO hatte am Donnerstag im kanadischen Québec beschlossen, das Elbtal 2009 von der Liste zu streichen, wenn "der Brückenbau nicht gestoppt und der Schaden gutgemacht wird". Die CDU in Dresden hält trotz der Einwände der UNESCO an dem 160-Millionen-Euro-Großprojekt des Brückenbaus fest. Die Mehrheit der Dresdner hatte den Bau im Jahr 2005 per Bürgerentscheid beschlossen. Nur ein Stadtratsbeschluss und die Zustimmung des Landes Sachsen können die im vergangenen November begonnenen Bauarbeiten noch stoppen.

Die 600 Meter lange, vierspurige Brücke würde nach Ansicht der UNESCO den Blick auf die barocke Altstadt mit der Frauenkirche und der Semperoper erheblich stören.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Zeige die folgenden 2 Kommentare an

ganz klar — schländer

wir sind dabei!!!!!! — ostsachsen mensch