Hungerstreik für türkische F-Typ Gefangene

diverse 22.12.2006 20:50 Themen: Repression Weltweit
Vom 15. bis 18 Dez fand ein internaionaler Hungerstreik in Solidarität mit den türkischen F-Typ Gefangenen statt. Hier nachträglich einige Kommuniques solidarischer Gefangener in Italien, um daran zu erinnern, das Isolationshaft Weisse Folter, dass sie FOLTER ist ....

Weisse Folter / Türkei
 http://de.indymedia.org/2004/04/79653.shtml

Hungerstreik in Solidarität mit den massakrierten türkischen Gefangenen

BRIEF VON FRANCESCO GIOIA, ( verhaftet aufgrund der PISA-Ermittlungen zu den C.O.R. ) BEZÜGLICH DER UNTERSTÜTZUNG DES HUNGERSTREIKS

Teure Compañeros,

Ich teile Euch mit, dass ich mich dem Hungerstreik in Solidarität mit den türkischen Gefangenen die seit Jahren gegen das F-System ( Isolationshaft, Weisse Folter ) in den Sepezialgefängnissen kämpfen, anschliessen werde und erinnere an das Massaker an 28 Gefangenen, die während der Protesthungerstreiks im Jahr 2000 durch die Hände der Armee getötet wurden.
Ich hoffe ausserdem, dass Eure Entschlossenheit und Einheit unter gefangenen Compañeros und draussen, voller Motivation ist, um mit allen notwendigen Mitteln gegen den Staat und die Ausbeutung zu kämpfen.

Ich nutze die Gelegenheit, um mich bei allen Compañer@s zu bedanken, die uns politische Gefangene mit Aktionen, Solidaritätsbotschaften, Benedit und Büchern unterstützen. Einen komplizenhaften und wirklich von Herzen kommenden Gruss an alle Compañer@s die in Dirkete Aktion vorschiessen und mit weniger stumpfen Waffen, als unser Hungerstreik es ist, kämpfen.

Solidarität mit den Gefangenen bedeutet nicht, Heulparaden abzuhalten oder den Gefallenen Monumente zu errichten, wenn der Krieg den die Gefangenen geführt haben nicht weitergeht.

Kein Schritt zurück !

Francesco
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Mauro und Federico im Hungerstreik in Solidarität mit den türkischen Gefangenen werden sich

Mauro Rossetti und Federico Bonamici, inhaftiert im Gefängnis von Poggioreale( Napoli) hatten sich ebenfalls internationalen dem Hungerstreik vom 15. bis 18 Dez. angeschlossen.
 http://www.alasbarricadas.org/noticias/?q=node/4083

Solidarität ist eine Waffe
Kommunique von JM Rouillan und Gl Abdallah im Hungerstreik

Nach unserer Verurteilung durch die französischen Sondergerichte hält der Staat uns in Hochsicherheitsgefängnissen fest.
23 Jahre für Georges Ibrahim Abdallah und für 20 Jean-Marc Rouillan; und im Verlauf dieser Jahre haben wir die "Pavillons" der vollkommenen Isolation als verfälschte Normalisierung der Hochsicherheitssysteme kennengelernt. Unsere politische Erfahrung in den Gefängnissen hat uns zu der Schlussfolgerung gebracht: Dieses kriminelle Festhalten hat nur das einzige Ziel, den militanten Revolutionär ( oder rin ) zu individualisieren, ihn/sie dazu zu bringen, seine/ihre kämpferische Vergangenheit abzulehnen oder ihn/sie physisch und psychologisch zu zerstören.

Die Behandlung verewigt sich, während/ indem der/die Gefangene sich weigert, sich der Rolle unterzuordnen, von der die Regierung versucht, dass sie/er sie akzeptiert: Eine Marijonette im Dienst der Gegenpropaganda. Das war so gewesen, nach dem Einsatz der Isolationszellen gegen die RAF, anfangs der 70ger Jahre und dieser Vollzug der Erpressung und Befriedung ist stufenweise von allen reaktionären Regimen Europas benutzt worden. Hier QHS und QI, FIES ins Spanien und der F-Typ in der Türkei... und überall haben wir diesen ungleichen Kampf gekämpft.
Nach sieben Jahren eines gigantischen Opfers, hissen unsere Kameraden in der Türkei die Flagge des Gefängniswiderstands. Bereits 121 haben mit ihrem Leben bezahlt.

VOM 15. BIS 18. DEZEMBER TERTEN WIR IN SOLIDARITÄT MIT DEM WIDERSTAND GEGEN DIE TÜRKISCHEN GEFÄNGNISSE IN HUNGERSTREIK

Mit diesem symbolischen Akt wollen wir unsere Bezeugung der Brüderlichekit und Solidarität beitragen.
Und mit demselben Motiv grüssen wir alle Delegationen die zum Fünften Internationalen Symposium gegen Isolation(shaftssysteme) nach Griechenland gekommen sind. Ausserdem wollen wir mit dieser Homenage an unsere Kameraden erinnern, die in demselben Kampf gegen die Zerstörung durch die Gefängnisse gestorben sind, wie: Holger Meins, Bobby Sands, Patsy Ohara, Kepa Crespo Galende... und alle anderen, und in Erinnerung an die diversen Pässe der verschieden Guerillas, die Kampf starben oder durch die grausame Behandlung des Staates zerschlagen worden sind.

INTERNATIONALE EINHEIT DER REVOLUTIONÄRE/RINEN IN EUROPA UND DEM MITTLEREN ORIENT
EINHEIT IN UND AUSSERHALB DER GEFÄNGNISSE, UM DEN KAMPF GEGEN DIE ISOLATIONSHAFT AUSZUDEHNEN
EHRE DEN KAMERADEN PEHIC, GÜLCAN, UND SEVGI
NIEDER MIT DEM IMPERIALISMUS UND SEINEN LAKAIEN-FOLTERERN, GEMEINSAM WERDEN WIR SIEGEN !
Georges Ibrahim Abdallah
Jean-Marc Rouillan
Central de Lannemezan; 15-12-2006

( Übersetzt: tierr@) )

Paar Links:

Weisse Folter / Türkei
 http://de.indymedia.org/2004/04/79653.shtml

FIES - das spanische Foltersystem
 http://de.indymedia.org/2004/09/92520.shtml
 http://de.indymedia.org/2004/09/92518.shtml

USA foltert auch im Stillen
Guerra Eterna
 http://de.indymedia.org/2006/12/163796.shtml

Amnistie Internationale, «USA: Who Are the Guantanamo Detainees? Case Sheet 16: Sudanese National Sami al Hajj», 11.01.2006.
 http://web.amnesty.org/library/index/ENGAMR512072005


AUSLIEFERUNG AN FOLTERSTAATEN
 http://www.bverfg.de/entscheidungen

Das Geschäft mit dem Schmerz
 http://de.indymedia.org/2003/12/69302.shtml
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Ergänzungen

Fall Erdogan E

ya basta 24.12.2006 - 17:21
Am Dienstag, 21. Februar 2006 wurde unser Freund Erdogan E. in Biel-Benken vor dem Asylheim verhaftet. Erdogan ist Kurde und floh vor neun Jahren aus der Türkei. Er lebt seither mit einer F-Bewilligung in der Schweiz. In der Türkei drohte ihm damals wegen politischen Aktivitäten die Todesstrafe, welche nun aufgrund des Druckes der EU in lebenslange Haft umgewandelt wurde. Die Türkei hat den Schweizer Behörden nun ein Auslieferungsgesuch gestellt, was die Ausschaffung von Erdogan in die Türkei zur Folge hätte. Das Anwaltsbüro Gysin und Roth hat den auf Bundesebene laufenden Fall übernommen und hat bis Samstag, 4. März 2006 Zeit Rekurs anzumelden. Seit seiner Verhaftung sitzt Erdogan in Untersuchungshaft in Arlesheim und wartet dort auf einen Entscheid der Behörden. Es ist inakzeptabel, dass ein anerkannter politischer Flüchtling in sein Heimatland ausgeschafft werden soll, wenn Folter und Gefängnis oder der Tod ihn dort erwarten.

Folter und Misshandlungen sind noch immer weit verbreitet. Die strengeren Vorschriften bezüglich der Polizeihaft haben die Praxis der Folter zwar nicht verhindert, aber dazu beigetragen, dass in letzter Zeit vorrangig Foltermethoden angewandt werden, die keine längerfristig nachweisbaren physischen Spuren hinterlassen. Methoden wie Stock- schläge, Aufhängen an den Armen und Elektroschocks kommen deutlich seltener zur Anwendung, verbreitet sind dagegen Schläge, Abspritzen mit kaltem Wasser unter Hochdruck, sexuelle Misshandlungen und Demütigungen, Drohungen mit Tod oder Vergewaltigung, Zwang zum langen Verharren in schmerzhaften Körperpositionen sowie Schlaf- und Nahrungsentzug. Wenn es auch schwer zu belegen ist, dass sie von der Regierung direkt angeordnetwird, so ist doch klar ersichtlich, dass die Türkische Regierung die Folter toleriert. Anderst lässt sich die weitgehende Straflosigkeit der Folterer nicht erklären.

Im Falle von Personen, die von den türkischen Behörden verdächtigt werden, Mitglieder militanter politischer Organisationen zu sein, geht unter anderem amnesty international nach wie vor von einer erheblichen Foltergefahr aus, vor allem wenn bei ihnen Kenntnisse über Organisationsstrukturen im Ausland oder in der Türkei vermutet werden. amnesty ist der Fall eines Kurden bekannt, der nach seiner Abschiebung im August 2004 drei Nächte lang in der Antiterrorabteilung der Polizei in Istanbul gefoltert und anschliessend für drei Monate (bis zur ersten Gerichtsverhandlung) inhaftiert wurde, weil er der Verantwortung für einen Anschlag der PKK bezichtigt wurde, obwohl er in der gleichen Sache vor seiner Flucht nach Deutschland vom Gericht freigesprochen worden war




Die Bundesbehörden haben im Fall Erdogan E. einen Entscheid gefällt. Er ist negativ, wird in letzter Instanz indes vom Bundesgericht entschieden, da es sich um einen politischen Fall handelt. Gegen dieses Spezialvorgehen protestiert das Bündnis gegen Ausschaffungen und Auslieferungen in die Türkei vehement. Offensichtlich sind die schweizerischen Behörden gewillt, Erdogan in eine ungewisse Zukunft in einen Folterstaat auszuliefern. Das Bündnis hält jedoch fest, dass der Entscheid noch kein endgültiger ist. Es wird nun zum Endspurt angesetzt und das Bündnis geht nach wie vor davon aus, dass Erdogans Auslieferung verhindert werden kann und muss.


Macht Euch bereit für den Tag X....