Revolutionärer 1.MAI 2003 - Aufruf Kritik & Praxis (KP) Berlin

hyperhyper 07.04.2003 15:11
Nie wieder Frieden
Fight New World Order - fuck old europe
Heraus zum Revolutionären 1.MAI 2003, 18.00 Uhr Rosa-Luxemburg-Platz:
Aufruf von Kritik & Praxis [KP] Berlin

Nie wieder Frieden
Fight New World Order - fuck old europe

Nie wieder Frieden?
Frieden wäre schön. Weil die derzeitige US-Regierung Krieg zum selbstverständlichen Bestandteil ihrer Politik macht und sich das mit ihrer militärischen Überlegenheit leisten kann, wird sie oft für die Abwesenheit von Frieden verantwortlich gemacht. Doch würde der Irak nicht bombardiert, wäre dann Frieden? Hält sich die US-Regierung nur einfach nicht an die aufgeklärten Regeln der westlichen Welt, die ein zivilisiertes Durchsetzen der eigenen Interessen ermöglichen würden, ohne dass jemanden ein Leid geschähe? Nach dem Verständnis der Bundesregierung, ihrer Verbündeten in der Friedensbewegung und des Papstes wohl schon. Wenn die Linke dem US-Krieg im Irak einfach empathisch Frieden entgegenhält, dann verdoppelt sie den Schein eines herrschaftsfreien, gewaltfreien ?westlichen? Systems und stellt nicht die Frage, die ihr eigentliches Geschäft darstellt: Heißt kapitalistischer Normalzustand Frieden?
Krieg war in allen Phasen kapitalistischer Gesellschaften und ihrer staatsförmigen Organisation ein Mittel zur Interessensvertretung. Zwar endet der Staat an seinen Grenzen, nicht aber seine Interessen. Die über die Grenzen hinausreichenden Interessen müssen sich nicht in der Form des konventionellen Krieges erfüllen: sie können in Kolonialisierung, Vertragsabschlüssen, Einrichten von Freihandelszonen, Erpressen der Regierung oder ähnlichem realisiert werden.
Freiheit und Gleichheit - Begriffe und Werte, die die jeweilige westliche Welt in die jeweilige Feindkonstruktion hineinbomben will (USA gegen Irak und Afghanistan, NATO inklusive BRD im Kosovo, Frankreich gegen Elfenbeinküste etc.) - sind und waren Voraussetzungen für die Durchsetzung von kapitalistischem Warentausch, Verwertung und Konkurrenz. Sie sind nicht das unerreichte Ideal bürgerlicher Gesellschaft, sondern seine Existenzform und werden im Kapitalismus gleichzeitig realisiert und unterlaufen. Kapitalistische Verwertung produziert und reproduziert notwendig die Entgegensetzung von Kapital und Arbeit. Zudem produziert sie bestimmte Formen des Denkens über Gesellschaft: Dass Gesellschaft eine Ansammlung von privaten, nur gegeneinander zu denkenden Interessen sei, dass gesellschaftliche Verhältnisse nicht gemacht sind, sondern ?natürlichen? Eigenarten von Dingen und Menschen entspringen würden, dass Gemeinschaftlichkeit auf solchen natürlichen Eigenarten basiere - der Zugehörigkeit zu einer ?Nation?, ?Kultur?, ?Rasse? oder ähnlichem. Diese Denkformen verhindern es, die Widersprüchlichkeiten der Gesellschaft zu denken und provozieren statt dessen den Bezug auf Zugehörigkeiten, was bis zur Vernichtung der ?Anderen? getrieben werden kann. Der Fanatismus, Rassismus, Fundamentalismus, der in der westlichen Welt oft als ?irrationales Relikt? erscheint, das durch die Durchsetzung von Aufklärung / Kapitalismus zu beseitigen wäre, entsteht innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft und ihrer Zerrissenheit; ihre Überwindung bedeutet die Abschaffung des Kapitalismus.
Selbstverständlich ist es ein Unterschied, ob man bombardiert wird oder acht Stunden zur Arbeit geht. Der Krieg im Irak ist zu verurteilen, ebenso wie es die Kriege in Tschetschenien, im Kosovo und in Ex-Jugoslawien sind. Er steht nicht außerhalb des westlichen, zivilisierten Systems. Die Jahrzehnte nach 1945 waren nicht friedlich, weil sich die ?Völkergemeinschaft? auf das Völkerrecht geeinigt hat, sondern weil das Gleichgewicht des Schreckens offene Kriegsführung zur allgemeinen Existenzbedrohung gemacht hat und sie waren nicht friedlich: Stellvertreterkriege und low-intensity-wars (der CIA sprach vom ?World War 3?) waren die Mittel der Wahl.
Ein Krieg zur Durchsetzung von kapitalistischen Verwertungsinteressen ist von der Linken zu bekämpfen. Das linke Gegenkonzept kann aber nicht einfach ?Frieden? heißen. Zumindest nicht, solange Frieden nicht die Abschaffung des Kapitalismus bedeutet. Wer vom Kapitalismus nicht sprechen will, soll vom Frieden schweigen.

Krieg und Neue Weltordnung - Don?t fight the player, fight the game
Globalisierung, Neoliberalismus, Ende der Blockkonfrontation - es gibt viele Umschreibungen dafür, dass der Kapitalismus in den letzten zwanzig Jahren die Form seiner Organisation und Reproduktion verändert hat. Die Grundlagen - Warenproduktion, Wertvergesellschaftung, Antagonismus von Kapital und Arbeit - bleiben. Abgestoßen wurde die Vorstellung, dass die Realisierung der Werte auf Massenkonsum und Vollbeschäftigung basieren sollte. Gleiches gilt für die Annahme, dass - zumindest in der ?1. Welt? - die Integration breiter Bevölkerungsschichten angestrebt werde und materiell möglich sei. Ideologisch gewendet heißt das Ende des Fordismus damit das ?Ende des Anspruchsdenkens?, die ?Verschlankung? staatlicher Sicherungssysteme und Betonung der ?Selbstverantwortung? - und eine ?Liberalisierung? der rigiden Gleichmachungsforderungen des Fordismus. ?Es lebe die Differenz? bedeutet für die Menschen eine Befreiung von altbackenen Vorstellungen, allerdings um den Preis existenzieller Verunsicherung.
Mit dem Zusammenbruch des fordistischen Modells ist der Vorstellung einer allgemeinen, gleichgewichtigen, durch staatliche Regulierung angeleiteten industriellen Entwicklung die Grundlage entzogen. Auf diese Verwertungskrise des Kapitals folgte die Liberalisierung von Geld- und Kapitalmärkten mit Internationalisierung von Produktion und Welthandel. Einerseits wurde der kapitalistische Weltmarkt homogenisiert, gleichzeitig nimmt aber die Fragmentierung der Weltgesellschaft zu. Die unmittelbare Konkurrenz von Waren, von Arbeitsbedingungen und die verschärfte Konkurrenz der Standorte um günstige Verwertungsbedingungen für internationales Kapital führen zur Zuspitzung ökonomischer und sozialer Spaltungen.
Die Fragmentierung der Weltgesellschaft - auch innerhalb der ?1.Welt? - forciert soziale Spaltungen und führt zu einem Auftrieb für wohlstandschauvinistische, rassistische, völkische und faschistische Bewegungen, die Gemeinschaftlichkeiten anzubieten haben, wo der Neoliberalismus nur ?Selbstverantwortung? zu bieten hat. In den Ideologien erfahren sich die Menschen als handlungsfähig, sie verorten sich selbst in der Gesellschaft und machen sich die Welt verstehbar. Die Ideologien funktionieren dabei von ?unten nach oben? wie auch von ?oben nach unten? und binden die Menschen, bzw. diese binden sich selbst, auf spezifische Weise in herrschaftliche Interessen ein. Die Verschärfung von ideologischen Gegensätzen - andere nennen es den Clash der Kulturen - nimmt dabei die Fragmentierung der Weltgesellschaft wieder auf. War es früher die ?rassische? Unterlegenheit, in der die Kolonialisierung und Ausbeutung der ?3. Welt? abgebildet und mit bürgerlichen Werten versöhnt wurde, sind es heute die Diktaturen, die Menschenrechtsverletzungen (die es gibt), ist es das ?insgesamt Unaufgeklärte?, was das Gegenmodell zum vorherrschenden westlichen Modell darstellt. Weltregionen, die durch die Fragmentierung der Weltgesellschaft mangels interessanter Standorte und verwertbarer Bevölkerung herausfallen (wie weite Teile des afrikanischen Kontinents), sind dabei keines Krieges im Namen der Menschenrechte o.ä. wert. Weder die Ideologien noch Armut und Elend sind durch Kreuzzüge für Kapitalismus zurückzudrängen. Sein Bezug auf Gleichheit, Freiheit und Aufklärung bedeutet einerseits die Durchsetzung von Rechtsverhältnissen. Gleichzeitig ist es die Freiheit der Warenbesitzer und des Warenverkehrs, die Freiheit des Eigentums, Vertragsfreiheit bei An- und Verkauf der Arbeitskraft und die Gleichheit der Warenbesitzer, die sich gegenüberstehen und Äquivalenzen tauschen, die auf seinen Fahnen stehen. Eine Kritik am Krieg, die sich bloß aufs Völkerrecht bezieht, verdoppelt nur die Oberfläche von Vertragsfreiheit und der Fähigkeit der bürgerlichen Gesellschaft, ihre Probleme im Rahmen der ?freien Marktwirtschaft? zu regeln. Zwar kann das Völkerrecht die Verhandlungsposition der ?Verliererseite? in der Weltgesellschaft stützen, doch die Kritik am Krieg muss über die formalrechtliche Argumentation hinausgehen. Die Linke muss die ?Subjekte? des Völkerrechts, die Staaten und ihre Interessen und Funktionen in der kapitalistischen Weltgesellschaft zum Gegenstand ihrer Kritik machen.
Staaten müssen in der neoliberalen Weltgesellschaft einerseits ihre Standorte sichern (verschärfte Sicherheitspolitik ohne Sozialpolitik). International sind sie (auf der ?Gewinnerseite?) gewissermaßen ?Sachwalter? von Kapitalfraktionen, die den Weg für die Internationalisierung der Märkte freimachen sollen und damit auch übergeordneten, ?allgemeinen? Kapitalinteressen dienen. Andererseits (auf der ?Verliererseite?) werden sie wahrgenommen als Hemmschuh gegen diese Internationalisierung des betreffenden Marktes, der zu entfernen ist, so er sich nicht auf vertragliche Regelungen (Freihandelszonen etc) einlässt. Um diesen Forderungen nach der Liberalisierung des Weltmarktes nachzukommen, stehen verschiedene Machtblöcke und Staaten bereit, deren Einflussbereiche umkämpft sind (Deutschland reklamiert den Balkan, Frankreich Nordafrika, die USA tendenziell alles). Ihre Mittel sind unterschiedliche, so hatte die BRD bei der Zerschlagung Jugoslawiens zunächst auf Verhandlungen gesetzt, später auf Angriffskrieg.
Der Kampf um die Einflussbereiche ist ein Kampf um internationale Hegemonie - nicht nur um militärische Vorherrschaft, sondern auch um ökonomische Hegemonie, also ob die vertretenen Kapitalfraktionen erfolgreich sind. Die US-Regierung ist auf dem Weg, die Hegemonialposition in der Durchsetzung von Kapitalinteressen und der Ordnung der Welt herbeizubomben. Der Kampf gegen diesen Krieg darf sich nicht auf einen anderen Machtblock beziehen - wie etwa Europa oder Deutschland.

Fuck old europe
Dass Europa und Deutschland im Zweifelsfall ihre Interessen ebenfalls mit Angriffskriegen durchsetzen, hat sich zuletzt im Kosovokrieg gezeigt (aktuell auch Frankreichs Einmarsch in der Elfenbeinküste). Als angebliche Leitbilder der Umstrukturierung Ex-Jugoslawiens dienten Werte wie Humanismus und Menschenrechte zur Transformation der Eliten, der Eigentumsverhältnisse und der Wirtschaftsstruktur. ?Old europe? steht seither mit größerer Berechtigung für Kolonialismus und Faschismus und aktuell für die Entstehung eines eigenen Machtblocks. Eine ?Selbstethnisierung? der Europäer ist damit ideologischer Scheiß, der mit der Sehnsucht nach Gemeinschaftlichkeit nicht brechen kann. Wer sich über die Grundlagen des Krieges Illusionen macht, wird ihn nicht bekämpfen können. Wer gegen ihn Gemeinschaftskonstruktionen in Anschlag bringt, sei es das alte Europa oder eine nationale Befreiungsbewegung, der bleibt dem ideologischen Reflex auf kapitalistische Herrschaft verhaftet.

In diesem Sinne
rufen wir Euch zur Teilnahme an der diesjährigen revolutionären 1. Mai Demonstration um 18.00 Uhr unter dem gemeinsamen Bündnismotto ?Don´t fight the players fight the game? durch Berlin Mitte auf. Über den Schlossplatz zum Auswärtigen Amt, über Gendarmenmarkt und Friedrichstraße wollen wir unseren Protest gegen diesen Krieg und diesen Frieden genau dort vor den Symbolen von new world order und old Europe zum Ausdruck bringen. Die Demonstration wird in Kreuzberg enden. Wir werden keinen Frieden mit dem ?Alten Europa? schließen und wir werden keinen Frieden mit der neuen Weltordnung schließen:

Let?s push things forward - Kapitalismus abschaffen!
Kritik & Praxis [KP] Berlin, April 2003


Kritik & Praxis [KP] Berlin
?Die Bessere Hälfte? der AAB

net: www.kp-berlin.de
e-mail:  post.abb@linkeseite.zzn.com
fax: 030-2759 3222


Im Vorbereitungskreis 18.00 Uhr RL-Platz sind folgende Gruppen vertreten: Kritik & Praxis (KP) Berlin; Autonome Antifa Nordost (AANO); Venceremos; Anticapitalista; Subcutan; PostpessimistInnen; Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus (BgAA); Anarcho-Kommunistische Gruppe; White Leave; Gruppe International Webteam; Entertainment Left; Antifa Jugend Aktion Kreuzberg (AJAK); Antifa U7; Bündnis gegen Antisemitismus;

01.Mai 03 Berlin:
ab 11.00 Uhr: Naziaufmarsch verhindern! Achtet auf Ankündigungen.
Mehr dazu unter www.nordost.antifa.de

01.Mai 03 Rosa-Luxemburg-Platz:
16.30 Uhr Live-Konzert mit Mia, u.a.
18.00 Uhr Revolutionäre 1.Mai Demonstration.

02.Mai 03 Pfefferberg, Haus 13:
21.00 Uhr 1.Mai Soliparty ?Don?t fight the player, fight the game.? Popantifa vs. Dial mit den DJs Carsten Jost, Lawrence u.v.a. in Kooperation mit dem Pfefferwerk.

Ermittlungsausschuss (EA): (030) 69 2 22 22
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

Nein,Nein, Nein!

Nörgler 07.04.2003 - 15:28
Indy ist immer noch _KEIN_ Terminkalender und erst recht nicht von solchen Sektierern!

Habt ihr keine eigene Homepage bzw. wenn ja, die wird wohl nicht so gut besucht, was?

Ansonsten lest mal das hier gut duch:

Was will indymedia NICHT sein? ...

 http://www.de.indymedia.org/static/ms.shtml
 http://www.de.indymedia.org/static/moderation.shtml





@nörgler

Jammerlappen 07.04.2003 - 18:22
Mensch Nörgler, Du raffst es nicht. Ist das da oben eine Terminankündigung oder ein inhaltlicher Text, ein Demo-Aufruf gar? Was meinst Du? Eben. Also erst denken, dann nörgeln.
Aber vielleicht passt Dir der Text ja auch einfach aus inhaltlichen Gründen nicht, was Dein Kommentar nahelegt... In dem Fall solltest Du dann auch inhaltlich begründen, warum der Text Deiner Meinung nach nicht auf Indymedia gehört, und nicht so ein Unsinn von wegen Mod-Kriterien und Terminankündigungen. Bei all den andren Aufrufen und 1. Mai-Artikeln bis jetzt, hast Du doch auch den Mund gehalten!
Is nämlich echt nervig, wenn Leute und gar solche Nörgler wie Du versuchen, eine inhaltliche Debatte, bzw. schlicht das Zurkenntnisnehmen eines inhaltlichen Aufrufs durch das ewig gleiche Vorbeten bestimmter formaler Mod-Kriterien zu unterdrücken versuchen...

sehr gute sache, da gehn wir hin...

antifa 07.04.2003 - 18:28
sehr schoen, dass einem als linksradikaler kriegsgegner am ersten mai ein forum geboten wird, an dem kapitalismuskritik und kriegskritik in vernuenftigen formen
und ohne stalinisten-maoisten und antisemiten ermoeglicht wird. ihr seid wirklich die bessere haelfte. schimpf und schande der alb, die mit den antisemiten der rks kooperieren!!!!!

antifa 07.04.2003 - 18:43
wenn dir ausser den rks nicht einfällt dann bist du bei den deutschen antikommunisten tatsächlich besser aufgehoben

Warum passen solche Texte nicht auf Indymedia

Pete 07.04.2003 - 18:49
Indymedia ist ein Nachrichtenprojekt. Die Publizier-Funktion ist zum Publizieren von Nachrichten gedacht. Ich denke, daß Ihr mittlerweile ziemlich genau wisst, daß Indymedia nicht für Termine, Disksussionsbeiträge oder Gruppen-Pamphlete gemacht ist. Ich kann verstehen, daß gerade bei Euch Leute genervt reagieren. Gerade aus Eurer Ecke wurde Indymedia bisher fast ausschliesslich als "Müllhalde" benutzt. Dabei gibt es genügend Webseiten im Netz, die sich für Eure Texte eignen würden: Stressfaktor, Linke Seite, Nadir, Partisan usw.
Zur Zeit gibts Indy-extern eine Diskussion über eine "Qualitätsoffensive" - 80% der Postings sind keine Berichte.

Endlich!

Wartender 07.04.2003 - 19:00
Mensch, endlich hört man etwas von Euch. Danke für diese Alternative! To the Government we stick our middlefinger up...

@ pete

hat mit diesen coctail-bar-linken zu tun 07.04.2003 - 19:01
nicht nur das: die vertreter der ex-aab-yuppie-fraktion lässt ja immer wieder durchblicken wie scheisse die indy finden und daß es cool sei, indy mit diesen sinnlos-diskussionen zu überziehen. kommounisten halt: "was du nicht übernehmen kannst, zerstöre" ist deren spruch. da sind sich antideutsche und rim gleich.

Muß echt noch einiges passieren bis ich unter

der Parole "nie wieder Frieden" demonstriere 07.04.2003 - 19:03
manchmal reicht leider nicht nur der gute wille,sorry.

nie wieder schlechte mottos

ausgleichendes Element 07.04.2003 - 19:34
guter aufruf, sympathische unterzeichnerinnen und die stossrichtung ist genau die richtige. nur das motto! wie kommt ihr dazu, eure demo "nie wieder frieden" zu nennen? spinnt ihr?

@Jammerlappen 07.04.2003 17:22

mod-in 07.04.2003 - 20:10
hey,

# Mensch Nörgler, Du raffst es nicht. Ist das da oben eine
# Terminankündigung oder ein inhaltlicher Text, ein
# Demo-Aufruf gar? Was meinst Du? Eben. Also erst denken,
# dann nörgeln.

jenau. ist das ein termin? - ja. ein aufruf? - steht sogar in der überschrift. ein inhaltlicher text? - schon, aber in aaallen flugblättern steht was inhaltliches. ist ein text, sobald er inhaltliche teile hat, ein extra für indy geschriebener artikel im sinn von berichterstattung? -nein.

# nicht so ein Unsinn von wegen Mod-Kriterien und Terminankündigungen.

sorry leuts, wenn wir diesen unsinn bleiben lassen, schaun wir mal wie indy dann aussähe

# Bei all den andren Aufrufen und 1. Mai-Artikeln bis jetzt, hast Du doch auch den
# Mund gehalten!

so ein mod würde gern unter jeeeden aufruf und 1.mai-artikel was schreiben - stell dir mal vor, wieviel wir dann zu tun hätten ... wenns ab und zu mal vorkommt, ist es dann stellvertretend für die -zig aufrufe und crosspostings jeden tag!

# Is nämlich echt nervig, wenn Leute und gar solche Nörgler wie Du versuchen, eine
# inhaltliche Debatte, bzw. schlicht das Zurkenntnisnehmen eines inhaltlichen
# Aufrufs durch das ewig gleiche Vorbeten bestimmter formaler Mod-Kriterien zu
# unterdrücken versuchen...

and again: für inhaltliche debatten ist indymedia _nicht_ da. so ist es einfach.
jede benutzerIn möchte immer, dass indy das ist, was sie eben grade braucht: wo gerade sie oder er ihren aufruf möglichst oft absetzen kann, wo alles interessante zu diesem
oder jenem thema gesammelt ist, oder selbstgemachte berichterstattung - oder dieses oder jenes. drittgenanntes wollen zufällig alle leute, die indy betreuen und am leben
erhalten. deswegen versuchen wir das durchzusetzen. die wichtigen inhaltlichen debatten führen wir und bitte *fleh* auch alle anderen auf anderen seiten. wie sollen diese denn
jemals bekannt und wichtig werden, wenn alle ihre sachen immer im indy-open-posting abladen? dessen struktur soo ungeeignet ist zum diskutieren?

1. Mai Hamburg

Nomak 07.04.2003 - 21:54
Spart Euch den Stress!
1. Mai Hamburg:
revolutionäre 1. Mai Demo um 11 Uhr Fischmarkt
sie wird getragen von einem Bündnis aus inzwischen 22 autonomen, anarchistischen und Sozialrevolutionären Gruppen aus Hamburg sowie vielen weiteren aus Schleswig Holstein und Niedersachsen

Heulochen !!!!

palestina libera palestina rossa 07.04.2003 - 22:46
fuck old europe ?

und Ihr Sprechen von antiamericanismus .

In italien Junge arbeiter von whirpool (Americaner multinacional , haben seiner Vertrag nicht renovieren damit ihnen am 2 von diesen monat Streiker .

 http://italy.indymedia.org/news/2003/04/248642.php

italien General Sterik 2-4 .

Wenn die Deutschen spielen in andere landen kampfen !!!!!

interessant, interessant

blockwart 08.04.2003 - 13:38
finde den aufruf auch interessant. entgegen aller vorurteile, die hier schon über diese 18h r-l-platz demo durch berlin-mitte geäußert wurden, sehe ich hier überhaupt keinen anlass dafür, der "kriegstreiber/rassisten"-karte, wie sie wohl aus den kreisen um die 16h maoisten-dogmatikern lanciert wird, auch nur irgendeine bedeutung zu schenken. wohl doch nur wieder reine propagandha. auf 16h gemünzt, würde das dann so laufen: da demonstrieren die saddamlinken, die giftgas-freunde und sympathisanten am kurdenmord im irak. leute fangt an zu denken! hört auf, die fehlern immer nur beim anderen zu suchen und hinterfragt eure eigenen prämissen. dann könnte man untereinander mehr lernen und eine gesellschaftskritik voranbringen anstatt sich mit albernen glaubensbekenntnissen was vorzumachen. ob es eine oder zwei demos in berlin gibt, ist völlig egal, wenn es hier nur um quantitäten geht. ...hauptsache wir sind viele? in der masse fällt der selbstbetrug leichter. deshalb gerne zwei demos, die entscheidung wo, sollte nicht schwer fallen. wer von rassismus spricht, sollte vom antisemitismus nicht schweigen. aber bitte ohne selbstgefällige pose. kapitalismus abschaffen!

@undog: stimme dir inhaltlich ja zu, "für die linke interessant" ist aber auch eine sehr subjektive sache. für interessant wird hier wohl jedeR seinen/ihren beitrag halten.

gewagtes motto

der bessere otto 08.04.2003 - 13:46
nie wieder frieden? das kann in der tat schon fálsch verstanden werden, wenigstens gelingt es euch die (notwendige?)provokation, wieder zu "erden". wenigstens scheint der kp nicht das gesunde stück selbstironie verloren gegangen zu sein!

rotfront

alles wird wie neu sein

emma motherfuckin' g. 08.04.2003 - 13:55
mia spielen vor der 18.00Uhr demo? diese elektro-punk-ndw-popper? krass aber auch geil. macht verrückt, was euch verrückt macht. die linke schocken, den mainstream rocken, die verhältnisse zu tanzen bringen. es leben die subversion...

ich find den text gut

kommie statt selberdenken 08.04.2003 - 13:58
alle texte, die meine meinung haben sind gut - alle anderen schlecht.
ich finde auch, daß indy nur noch texte veröffentlichen darf, die meine meinung enthalten. nachrichten will ich bei indy nicht mehr sehen! die sind nämlich antisemitisch!

lang lebe der krieg! militarismus ist gut!

zum demo-motto

scaut 08.04.2003 - 16:32
lediglich der aufruf von kritik & praxis berlin lautet "nie wieder frieden. fuck old europe. fight new world order". wie allerdings deutlich wurde, handelt es sich hier um eine breite bündnis demonstration, die unter dem motto (bisherigen) motto "don't fight the player, fight the game" aufruft und ausgerichtet wird!!!
im übrigen zeigt der kp aufruf jawohl, dass "nie wieder frieden" weder zynisch noch wohlstandschauvinistisch gemeint ist. das ist wohl eher der fall, wenn man den krieg im irak auf eine stufe setzt mit sozialabbau in deutschland (wenn man z.b. vom "krieg nach innen und außen spricht") und dabei den grundsätzlichen unterschied in der gewaltförmigkeit verneint, also damit die strukturellen unterschiede zwischen "vermitteltem zwang" und "direkter gewalt" ausblendet. als wäre lohnarbeit das gleiche wie bombardiert zu werden. das kp-motto versucht dagegen eher in provokativer weise den schönen schein der zivilisierten verhältnisse, auf den sich auch die friedensbewegung mitunter bezieht, kapitalismuskritisch zu durchbrechen. das finde ich wesentlich wichtiger als den einheitsbrei von fischer, schröder und attac oder die plattheiten von autokomms und rks. ob die kp dafür so ein provo-motto braucht, steht auf einem anderen blatt. das bündnis motto ist mir auch lieber. für eine linksradikale, undogmatische revolutionäre 1. mai demo, 18.00 uhr durch mitte.

Da hab ich doch gleich mal eine Frage

zynischer Anarcho 08.04.2003 - 17:13
Marschieren am 1.Mai in Berlin nur dogmatische Kommie-Sekten, die sich gegenseitig vorwerfen, nicht "richtig revolutionär" zu sein?
Gibt es auch Veranstaltungen von Libertären oder sollten diese besser nach Hamburg fahren und Berlin den Psychos überlassen, die den Tag unter dem Motto: "Randalieren
für die Einzig_Wahre_Kommunistische_Partei(TM) - die Anderen sind DIE_Falschen(TM)" ritualistiert zusammen mit Zivilpolizei und Nazihools begehen?


informierer

informierer 08.04.2003 - 19:38
die propaganda der kp berlin ist amüsant aber auch gruselig. trotzdem ein paar hinweise zu ihrem "breiten bündnis":
1. Gruppe INternational Webteam besteht aus einer person, die aufkleber "entsorgt die deutsche linke!" und ähnliche inhalte, jedoch immer mit israel-fahne im antifa-logo produziert.
2. Subcutan ist eine studentengruppe, die nach internen streitereien zum "linken antsiemitismus" nur noch aus 2 personen besteht.
3. Anticapitalista rufen definitiv nicht zur demo um 18 uhr auf, das ist glatt gelogen
4. Postpessimisten sind keine gruppe sondern frustrierte jusos (2-3)
5. eine Anarcho-Kommunistische Gruppe existiert nicht, ist wahrschenlich eine propaganda-erfindung
6. Entertainment left sind 2 mitglieder der kp-berlin, die gerne pop-konzerte machen
7. Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus ist ein teil der sich mit dem Bündnis gegen Antisemitismus über die methoden zur bekämpfung der deutschen linken zerstritten hat
8. AJAK und Antfa U7 sind praktisch nicht merh existierende Jugendgruppen der AAB, deren namen nun von der KP Berlin benutzt werden

ich würde ja gerne zur 18uhr demo gehen, aber dass sind ja wirklich seltsame methoden. sowas kenne ich eigentlich nur von der rim. ist da etwa geistesverwandtschaft zu konstatieren? versucht die KP Berlin ihren namensvorfahren nachzueifern. grusel, grusel...

wenn du denn gerne zur demo gehen würdest...

Mia rockt 08.04.2003 - 20:57
warum tust du dich dann so eifrig bei die diskreditierung hervor. so ich komm, alleine schon WEGEN mia.

Antikaps unterstützen 18 Uhr Demo nicht!

Antikaps 08.04.2003 - 21:26

Hiermit wird klar gestellt, daß die Antikaps Berlin(hier antikapitalista!?) den 18 Uhr Aufruf der Gruppe K&P Berlin nicht unterstützen. Die Gruppe hat sich nicht und wird sich auch in keinster Weise an den Vorbereitungen und der Ausführung der Demonstration beteiligen.

Witzigkeit

klaus feldmann 09.04.2003 - 02:19
Gut dass das mal klargestellt wurde! Das Bündnis ist ja ansonsten auch der reinste Lacher, da werden noch schnell ein paar Gruppen gegründet, damit mensch ein großes Bündnis vorzuweisen hat.

Subcutan besteht nur aus 3-5 antideutschen Hanseln; White Leave: noch nie davon gehört in Berlin; entertainment-left: ein ex-aab Yuppi, der immer fleißig Platten auflegt;
Postpessimisten: 2 frustrierte ex-jusos; venceremos gibt´s schon seit ca. 2 Jahren offiziell nicht mehr; Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus: der gute alte Bahamas-Freundeskreis; Gruppe Internationale Webteam: eine antideutsche person, die ganz Berlin mit Mails nervt, usw.

was soll das, wollt ihr uns verarschen? Ich will zwar auch nicht mit den RKs um 13 Uhr demonstrieren, aber dieses "breite Bündnis" ist auch nicht besser, als die Gruppen aus X-Berg! Warum macht ihr da nicht einfach mit?

@DESinformierer

informierter 09.04.2003 - 10:43
leider ist die hälfte, eher mehr, deiner angeblichen geheim-infos völliger quatsch! nur weil ich hier keine vs-arbeit erledigen will, verzichte ich jetzt auf die genauere darstellung, aber außer das mit den anticapitalistas ist das alles totaler unsinn, junge.

AJAK und U7

Verärgert 09.04.2003 - 13:38
AJAK und U7 finden es sicher nicht so nett, dass ihnen hier die existenz abgesprochen wird. Der Informierer hat offenbar keine besonders zuverlässigen Quellen. Auch Venceremos hat sich nicht offziell aufgelöst, es sei denn, selbiges ist in den letzten drei Tagen geschehen. Die Unterschiede zwischen dem Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus udn der Bahamas sind leicht festzustellen, wenn man einen Blick auf www.bgaa.net wirft. Zum Beispiel sind die Leute vom BgAA keine BellizistiInnen. Dass die Antikapitalistas nicht zu den UnterstützerInnen der Demo gehören, ist wohl wahr. Allerdings muss man sich auch nicht wundern, subsummiert zu werden, wenn mensch regelmäßig bei den Bündnistreffen auftaucht und nicht einmal erwähnt, was mensch da eigentlich will. Vermutlich ggings dann doch nur ums Informationen über den "Feind" einholen. Ist ja auch legitim, das könnten sie dann aber auch zugeben...
Ach ja, dass mit Subcutan ist natürlich auch Schwachsinn - die Gruppe existiert, über ihre Mitgleiderstärke ist hier nicht zu spekulieren. Und ob die PostpessimistInnen frustriert sind oder nicht, ist mir egal - jedenfalls machen sie linksradikale Politik. Zum beispiel am 1. Mai. Um 18 Uhr, RLP.
Noch eine Kleinigkeit zum Motto der Kritik und Praxis: Mir wurde ein kleiner Auszug aus einer Rede zugetragen, die der polizeiliche Einsatzleiter des 1. Mais gestern auf einem von den Bullen einberufenen AnmelderInnentreffen hielt: In dieser outete er sich als "politisch denkender Mensch" und erklärte: "Wenn wir den Frieden zelebrieren wollen, dann ist das ein uns gemeinsames Anliegen. Da können wir uns gut treffen." Um Zitierung dieser Worte bat er ausdrücklich! Hier nun die angemessene Kommentierung:

NIE WIEDER FRIEDEN! Nicht mit den Bullen und schon gar nicht mit der Volksgemeinschaft!

"informierter" versucht es mit Nebelkerzen

Infopool-Leser 09.04.2003 - 13:52
1.) anti-informierter: Warum lügst Du: Die Fakten sind doch echt. Die meisten "Gruppen sind nun mal nur eine Person und haben sich teilweise extra für diesen Aufruf gegründet. Und dieser GI-Typ ist ja nun wirklich kein unbekannter.
Genaugenommen kann man sagen, daß 2 Gruppen für diese Demo aufrufen: KP und AANO - und 5 Einzelpersonen.

2.) na dann: Das Fest auf dem Mariannplatz hat nix mit den beiden Kommie-Demos um 15.00/18.00 (die jeder Libertäre meiden sollte) zu tun.

Vorsicht mit den "Lügen"

Verärgert 09.04.2003 - 14:04
"Warum lügst du?" Das sollte man lieber den "informierer" Fragen. Wirklich, wenn ihr was gegen die 18 Uhr demo habt, dann begründet das doch bitte inhaltlich. Die Existenz der organisierenden Gruppen zu leugnen ist echt zum Kotzen. keine der Gruppen wurde extra für die Demo gegründet. also bitte, AJAK-Ableugner und Frustrations-Informierer: Lasst eure "Geheiminformationen" doch einfach stecken und sagt uns, was euch an der revolutionären 1.Mai-Demo durch Mitte stört. Ich bin neugierig, ob ihr überhaupt irgendwas zu sagen habt abgesehen von eurer Szene-Märchenstunde...

10.04.2003 - 13:18
wenn's opportun ist, wenn's gegen unliebsame politik geht, dann lässt man mal einfach alles weg, was man vielleicht mal gelernt hat. was anderen, "den" antideutschen (die - ich seh's doch recht? - an dieser demo sich nicht beteiligen), vorgeworfen wird, nämlich spitzel zu sein oder zumindest den bullen zuzuarbeiten, das macht man dann schon mal selber: über die mitgliederstärke und bedeutung verschiedener politgruppen zu spekulieren. überhaupt ist ja nur wichtig, wer wieviel ist, nicht etwa welche inhalte zum beispiel in diesem aufruf vertreten werden. "kritik" nennt sich dann der vorwurf, der cool insidermäßig sagt "aber die und die bzw. den und den kenn ich, die sind voll doof, das sind doch alles frustrierte einzelpersonen, die nur als gruppe auftreten", der aber überhaupt nichts weiter zum thema beitragen kann als das und üble diffamierung à la "alles sektierer und spinner". und weil's opportun ist, scheisst man zusätzlich und nebenbei auf die kritik, die man letztes jahr an den stalinoleninisten und antisemitinnen von der 13:00 uhr-demo noch hatte. armselig nenn ich das. wenn ihr das noch ein wenig ausbaut und in beamtendeutsch packt, dann müsst ihr euch um eure zukunft beim verfassungsschutz keine sorgen machen. für die leute denen das zu doof ist: REVOLUTIONÄRER 1. MAI 18:00 UHR RL-PLATZ!!!

VS Verfassungsschutz

was ist los in berlin? 11.04.2003 - 10:59
ich dachte immer die 18uhr-demo-abspalter sind von VS-leuten beeinflusst. und jetzt sagen die vom 18uhr-bündnis die um 13uhr und um 15 uhr sind vom VS? falls die kp berlin genauere informationen zu VS-spitzeln haben sollte, bitte sofort veröffentlichen! aber vielleicht sind die infos des 18uhr-bündnis ja direkt vom VS? oh je, oh je....
wer hat euch nu so ruiniert????

Gegen die Friedensbewegung

Ellen 11.04.2003 - 11:12
Bis jetzt kann ich beim 18-Uhr-Bündnis als Unterschied zur gemeinsamen Demo in Kreuzberg nur folgendes feststellen:

- sie wollen gegen die Friedensbewgung demonstrieren
- sie wollen gegen die Revolutionären Kommunisten (RK eine völlig unbedeutende, aber nervige Mao-Sekte in Berlin) demonstrieren
- sie suchen die nähe zu linken kriegsbefüwortern
- sie hören lieber pop-musik
- und eine gruppe (AAB-abspaltung namens KP) will sich profilieren und es der AAB mal richtig zeigen.

was drumherum erzählt wird, ist kindertheater. und mit emanzipatorischer politik hat das alles nichts zu tun.
es langweilt!

MIA hat abgesagt

krisis 11.04.2003 - 11:28
Die Band MIA hat ihren Auftritt bei der 18Uhr-Demo abgesagt! Laut Aussage des Managements (Sony) wollte sich die Gruppe nicht in linksradikale Konflikte von Kriegsbefürwortern und Kriegsgegnern begeben. Schade.
Aber ich kann MIA verstehen.

11.04.2003 - 12:20
ich hab an keiner stelle gesagt, dass irgendwer vom verfassunsgschutz ist, aber, dass dies zu tun ein besonders beliebtes sujet der bauchlinken ist. immer wird wichtigtuerisch kospirativ getan, den anderen vorgeworfen, den bullen in die hände zu arbeiten. und wenn man dann merkt, dass man nicht fähig ist zur inhaltlichen kritik, dann benutzt man plötzlich selber die diktion des vs und plaudert nett über gruppenstärken. das dürft den vs natürlich sehr interessieren, denn der steht auch auf sowas und ist genuin nicht zur inhaltlichen bestimmung von irgendwas fähig. und mia sind eh scheisse!

@krisis

egal 11.04.2003 - 12:54
tja krisis, da sieht man mal wieder, wovon du ahnung hast und wovon nicht. sony ist nicht das managment von mia. tut mir ja leid dich darauf hinweisen zu müssen, daß deine kenntnisse des musik-business´eher beschränkt sind. sony sind nämlich ein major-label und haben nur die lizenzrechte. mia. selber sind bei einem kleinen aber feinen label in berlin und haben einfach bock zu spielen. hört doch auf so ekelhaft stimmung zu machen. wovor habt ihr denn angst? dass ein paar hundert "kriegsbefürworter" und "Rassisten" nicht zu eurer demo kommen? ich bitte dich...

11.04.2003 - 14:42
aber jetzt mal ernsthaft: wenn das die begründung von mia ist, nicht zu spielen, dann ist das doch lächerlich. der aufruf von kp-b ist nicht bellizistisch (wie überhaupt der bellizismus-vorwurf zumeist - ich sage ausdrücklich: zumeist, nicht immer - ein diffamierungsinstrument darstellt). und, sich zwischen kriegsgegnern und -befürworterinnen aufgerieben zu sehen, ist doch echt ein kleines wenig übertrieben, oder? auf eine erklärung von mia mit etwas mehr substanz bin ich gespannt. oder gibt es vielleicht völlig andere gründe für die absage und hier war der wunsch mal wieder vater des gedankens?

Keine AAB-Abspaltung, und MIA spielt

Verärgert 12.04.2003 - 16:03
1. Das MIA abgesagt hätte, ist böswillig erfunden und reiner Blödsinn.
2. Gleiches trifft für Ellens Behauptung zu, dass Kritik und Praxis eine AAB-Abspaltung sei: Unsinn! Zur Richtigstellung: Die AAB hat sich im Februar in 2 etwa gleich große Gruppen aufgespalten: Die Antifaschistische Linke Berlin (Kreuzberg-Demo) und Kritik und Praxis Berlin (18Uhr-Demo). KP hat mit der 18Uhr-Demo nicht etwa im Sinn, der ALB eins "auszuwischen": Die KP knüpft vielmehr an die Politik der AAB an, indem sie eine undogmatische, linksradikale Demonstration durch Mitte ausrichtet (Was die AAB letztes Jahr gemacht hat). Das Verhalten der ALB sieht tatsächlich vielmehr nach dem Versuch aus, den anderen eins auszuwischen: Nachdem sie mehrere Angebote zur Zusammenarbeit für die 18Uhr-Demo ausgeschlagen hatte, beschloss sie, es mal mit den RKs zu versuchen - nachdem die ganzen "Theoriefuzzies" bei KP dem nicht mehr im Weg stehen. Verblüffend ist das vor allen Dingen, da KP und ALB sich inhaltlich laut ihren Veröffentlichungen noch immer recht nahe zu stehen scheinen - zumindest näher als ALB und RKs. Lässt eigentlich nur den Schluss zu, dass Gewisse Eitelkeiten auf ALB-Seite es nicht zulassen, mit ihren ach so "verkopften, antideutschen" Ex-Genossen zusammenzuarbeiten.
Zumindest der mythos, dass die KP eine antideutsche oder bellizistische Gruppe wäre, sollte der obige Aufruf eigentlich ausräumen. In diesem Sinne: Glaubt nicht irgendwelchen Spekulationen auf indymedia, sondern lest die Veröffentlichungen der betroffenden Gruppen und macht euch selbst ein Bild. In diesem Sinne bis 1. Mai, 18Uhr, RLP...

Zum fürchten!

Mr. SPOG 12.04.2003 - 21:55
Wirklich zum fürchten wie hier auf Indymedia mit Denunziation gegen linke Gruppen um sich geworfen wird. Die Anklagen lauten immer "antideutsch", "bellizistisch", "Yuppies". Dazu kommen dann absurde Verschwörungstheorien, ich kann ein Lied davon singen. Wenn hier jemand die Linke kaputt machen will, dann sicher nicht solche Leute wie das 18.Uhr Bündnis, sondern solche Leute wie "Informierer". Wenn ihr die Aufrufe der KP-Berlin oder der AANO kritisieren wollt, dann macht das doch sachlich wie z.B. auf x-berg.de geschehen (  http://x-berg.de/capital/03/04/07/085221.shtml)
Eine Argumentation können Menschen wie "Informierer" nicht hervorbringen, sie können nur beschuldigen, ansonsten käme es nicht zu der dümmlichen Behauptung das BGAA wäre ein Bahamas-Klon. Vom ganzen Tag Hetzjagden bei Indymedia zu veranstalten wird sich die Welt bestimmt nicht ändern.
Argumentieren solche Leute wie "Informierer" nicht immer damit, dass Indymedia eine Nachrichtenseite sei?

1.Mai Berlin Übersichts thread

24.04.2003 - 02:31