Reclaim the Reeperbahn - Schill Out!

the streets belong to us 01.05.2002 17:04 Themen: Freiräume
Für den 30.4. hatten Plakate zu einer Reclaim the Streets-Party in Hamburg aufgerufen. Beginn sollte um 21 Uhr an der Reeperbahn / Große Freiheit sein. Aufgrund massiver Polizeipräsenz kam eine kleine Party erst fast 2 Stunden später zwei Kreuzungen weiter zustande. Am Anfang gab es mehrere Festnahmen - um halb 2 war die Party noch im Gange und inzwischen alles relativ ruhig.
Im Radio war zu hören, dass in Hamburg Barrikaden gebrannt hätten. Dabei handelt es sich sehr wahrscheinlich um ein paar Mülltonnen, die ein wenig vor sich hin kokelten.
In Radio und Fernsehen ist bisher zu hören, dass es im Hamburger Schanzenviertel zu Randale gekommen wäre. Die meisten Sachen spielten sich allerdings auf oder in Nähe der Reeperbahn ab - und die liegt bekanntlich im Stadtteil St. Pauli.
Die "Große Freiheit" war nur auf dem Straßenschild präsent - Kontrollen ohne EndePünktlich um 21 Uhr aus der S-Bahn raus. Das dort Polizei sein wird war spätestens ein Bahnstation vorher klar. Dort stiegen vier Männer, die dem Zivilpolizeiklischee entsprachen aus. Einer sagte dabei: "Die nächste Station ist eh unsere." Und so war es dann auch. Alle Eingänge waren bewacht. Alleine und mit nicht so auffälligem Outfit kam Mensch aber problemlos auf die Straße. Überall standen Gruppen von Polizei rum. Personengruppen wurden angehalten - Personalien, Platzverweis, illegale Versammlung. Als 20 Leue ruhig an der Kreuzung Reeperbahn/Große Freiheit standen wurden sie von Polizeikräften bis zur Kreuzung Holstenstraße/Reeperbahn geleitet. Dort standen auch 2 Wasserwerfer und 1 Räumpanzer in Bereitschaft. Überall Polizei - Kontrollen - Alles Ruhig.
22 Uhr 30 Landungsbrücken: 100-150 Leute in Schwarz stehen "unauffällig" an der Straße. Einzelne Streifenwagen und auch mal 2 Wannen fahren vorbei, scheinen sich aber nicht für die Leute zu interessieren. Nach einigem Warten geht es los. Über dunkle Wege, durch einen Park kommt eine Demo am Millerntorplatz auf die Reeperbahn. 70-100 Leute in Schwarz rufen Parolen. Es geht die Reeperbahn runter Richtung Große Freiheit. Polizei kommt. Wird umgangen, sie geht/läuft hinter der Demo her. Mehr Polizei von vorne. Die Demo biegt in die Detlev-Bremer-Straße, weiter in die Seilerstraße, Hein-Hoyer-Straße und zurück auf die Reeperbahn. Einige Leute hatten andere Wege gewählt. Auf der Reeperbahn zu viel Polizei. 10 Leute werden eingekesselt. Auch die Flucht in ein Striplokal scheitert. Sehr viel Polizei sichert den Kessel. Drumherum andere Leute. Parolen werden gerufen. Die Polizisten sind teilweise sehr aggressiv: Komm-doch-her-Gesten mit dem Schlagstock. Es kommt aber zu keinen Kontakten.
Mehr Polizei kommt, der Kessel wird weiträumig abgesichert. Immer mehr Leute kommen, Parolen, Pistengänger. Die Polizei nimmt die Kreuzung vor der Dawidswache in Beschlag. Teilweise mußte sie die Leute etwas schieben. Aber alles noch in einem ruhigen Rahmen. Drumrum Leute. Ein Gefangenenbus kommt. Um die Polizeikette entsteht ein wenig Partystimmung: ein Ghettoblaster, zwei Trommeln, zwei Feuerjongleure, ein Wasserball sind aber zu wenig für eine Party mit 500 Leuten.
Irgendwann will die Polizei den Gefangenenbus wegfahren. Dafür werden das erste Mal Leute von der Fahrbahn der Reeperbahn gedrängt. Als der Bus weg ist zieht sich die Polizei auf ihren alten Posten zurück. Die Leute schließen wieder auf.
Die Versuche eine Spontandemo anzumelden scheitern. Auf die Durchsagen der Polizei hört niemand.
Pistengänger vermischen sich mit den Leuten. Vor allem die Feuerjongleure ziehen Leute an. Gute Stimmung. Alles Ruhig. Die Polizei hält die Kreuzungsmitte frei und beoachtet.
Kurz vor halb eins die erste Aufforderung der Polizei die Fahrbahn der Reeperbahn zu verlassen. Einheiten gehen in Bereitschaft hinter der Kette ihrer Kollegen. Nach der dritten Aufforderung beginnt die Polizei die Leute zurückzudrängen. Teilweise wird der Schlagstock geschwungen. Mindestens eine Person wird dabei festgenommen. Die Leute weichen aber weiter zurück. Irgendwann sind alle auf dem Spielbudenplatz. Eine Polizeikette sichert die Fahrbahn. Der Verkehr rollt wieder. In der Davidstraße und in der Hein-Hoyer-Straße stehen immer noch Leute auf der Straße. Die Feier geht weiter. Die Polizei steht daneben, bewacht die Reeperbahn. Alles ruhig. So war es auch um 1 Uhr 30. Danach war ich nicht mehr da.
Morgens im Radio: Krawalle in Berlin und Hamburg. Brennende Barrikaden, Schanzenviertel, 17 Festnahmen. --- Die brennenden Barrikaden waren einzelne Mülltonnen, die an einigen Stellen brannten. Die Reeperbahn liegt bekanntlich nicht im Schanzenviertel, sondern in St. Pauli.


oben: Nach einer kurzen Demo werden ca. 10 Leute willkürlich auf dem Fußweg der Reeperbahn eingekesselt. -- unten: Der Kessel war massiv und weiträumig gesichert.

Erst abdrängen, dann mit einer Kette die Kreuzungsmitte sichern.

Bevor der Bus mit den Gefangenen wegfahren konnte mußte erst die Fahrbahn geräumt werden.

Spiel mit dem Feuer?

Eine heiße Nacht?

oben: Aufstellung nehmen vor der engültigen Räumung der Fahrbahn der Reeperbahn. -- unten: Alle Leute sind auf den Fußweg getrieben worden.

Festnahme bei der Räumung

Dokumentatoren
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Ergänzungen

Klasse Bericht!

our streets! 01.05.2002 - 17:29
Wollt mich nurmal spontan fuer den Bericht bei dem/der Autor/in bedanken! Super. Sachlich und mit vielen Fakten. Dazu die Fotos; einfach gut. Weiter so!

..

stefan 01.05.2002 - 17:42
Ja, war wirklich eine nette sache gestern. Aber insgeamt lief hier in Hamburg zu wenig!
Unglablich was für eine bullenpräsenz auf dem kiez war..
3 reihen bullen vor ca. 100 Menschen.

polizeibrutatiltaet

ron 01.05.2002 - 18:16
Schade, dass der Autor des Artikels spaeter nicht mehr anwesend war, denn dadurch fehlen die spaeteren Stunden, in denen es ueberhaupt nicht mehr so lustig war. Die Bullen haben gepruegelt, geschlagen, getreten und verhaftet, was nicht niet und nagelfest war. Sowas hats in Hamburg wohl noch nicht gegeben, da durfte man die neue Senatslinie mal am eigenen Leib spueren. Selbst wenn man die Anweisungen der Polizei befolgte, also immer weiter vom Geschehen wegging, konnte es durchaus passieren, mal einfach so - als "Ansporn" - nen Knueppel in den Ruecken zu kriegen. War wirklich keine schoene Atmosphaere mehr.
Kurzzeitig sah es uebrigens so aus, als wollten die Bullen einige dutzend Eingekesselte direkt in die Davidswache draengen, aber soweit ich weiss ist daraus nichts geworden.

In der Schanze sind die Bullen angeblich mit Steinen beworfen worden - ziemlich laecherlich, da dort maximal 40 Leute waren , ihnen gegenueber wohl zwei Hundertschaften plus Wasserwerfer.
Auch auf der Reeperbahnaktion kam die Aufforderung seitens der Bullen, wir sollten uns doch alle in Richtung Schanze bewegen, die bis dahin festgenommenen wuerden dann auch wieder freigelassen - unglaublich!
Insgesamt war klar, dass harte Auseinandersetzungen gewollt waren, und diese vor allem in der Schanze - das haette wohl die Raeumung der Flora bedeutet. Gluecklicherweise haben wir deren Plaene durchkreuzt - in der Presse steht aber nun dennoch, die "starken Krawalle" seien in der Schanze gewesen..

AAANNNNNNMMMMEEELLLLDDDDENNN!!!!!!!

mumuckluck 01.05.2002 - 18:49
das nächste mal gleich anmelden damit wir uns ungestört sammeln können!!dann können wir noch immer auf kreative aktionen zurückgreifen!!also 1. mai 2003 demo anmelden und
auf in den kampf.

Ergänzung Schanzenviertel

Beobachter 01.05.2002 - 19:14
Auf dem Schulterblatt im Schanzenviertel war es bis ca.2 Uhr recht ruhig soviel ich weiß,viel Kneipenpublikum 20-30 Leute mit Bierdosen trommelnde Hippies und Jongluere...es gab ein Feuer aus 4-5 Paletten auf einem großen Sandhaufen im Baustellenbereich vor der Roten Flora und einige umgestürzte Baustellenzäune die kurzfristig (ca.2-5min) gebrannt haben weil sie mit Benzin (brennt ja nicht lange) übergossen wurden...auf diese Aktion hin sind die cops mit 2 Wasserwerfern einem Räumpanzer und ca 200 Bullen vorgerückt es gab sofort Wassereinsatz mit Tränengas,daraufhin wurden vereinzelt Flaschen und Steinen geworfen...die Cops sind dann von 2 Seiten vorgerückt und haben die Menschen in die Kneipen geprügelt oder einfach so draufgehaun und ca.8-10 Leute in gewarsam genommen...anschließend ist die Straße zwischen Schulterblatt /Susannenstr. und Bahnbrücke bis ca 4 uhr komplett abgeriegelt worden...


Meiner Meinung nach war das eine klare Inszenierung für die Presse um das Schanzenviertel und die Rote Flora wieder ins Gespräch zubringen, schade das es immer wieder leute gibt die sich darauf einlassen statt zu reclaim the streets zu gehn hängen sie vor der Flora rum und warten bis die Bullen kommen laufen zu Tankstellen um Benzin zuholen und merken nicht mal das mehr Zivicops da sind als sie Freunde haben...

Öfter mal nachdenken Leute und lieber ziele angreifen dies verdient haben...und die gibt es im Schanzenviertel und überall genug!

hohlspiegel

vereinzelter nachtschwärmer 01.05.2002 - 20:01
kann dem/der schreiberIn über mir nur recht geben. das im schanzenviertel war reichlich dämlich und zudem (fast) nichts.

interessant ist allerdings, was spiegel.de draus macht. unter dem titel "Barrikaden brannten im Schanzenviertel" steht u.a. folgendes (fehler im original):

"Sie bewarfen Polizisten mit Steinen und bauten Barrikaden: Hunderte Demonstranten sind in der Nacht zum 1. Mai stundenlang randalierend durch das Hamburger Schanzenviertel gezogen, die Polizei setzte Wasserwerfer ein.

Hamburg - Die Polizei nahm 20 Randalierer in Gewahrsam genommen. Insgesamt seien rund 500 Menschen durch den Stadtteil gezogen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die Barrikaden seien zum Teil in Brand gesetzt worden, die Polizei löschte die Feuer mit Wasserwerfern. Verletzt worden sei jedoch niemand, hieß es. [...]"

ohne worte.

Wo wart Ihr???????

Piss Drunk 01.05.2002 - 20:33
Na toll abends Randale aber am 1.Mai nicht da sein!!!!
WO war den die Radikalen man hatte gar kein Spaß am 1.Mai, da waren überall nur so viel Alt-Kommis und ein paar POlitaria aber wo waren die richtigen Linken aus HH.
Das frag ich mich!!!!!

RTS scheitert an Konsumhaltung der Teilnehmer

Öffentlicher Raum gehört allen! 02.05.2002 - 00:10
Da machen sich unbekannte die Mühe und mobilisieren mit Plakaten und Flyern, auf den ausdrücklich das Konzept einer RTS erklärt war und dann sowas! Ein Ghettoblaster, ne Handvoll Trommeln, vereinzelt Frisbees und Hackysacks und natürlich die JongleurInnen. Die Wichtigkeit einer Eigenbeteiligung bei einer RTS zeigt auch das folgende Zitat aus dem Text oben: "Vor allem die Feuerjongleure ziehen Leute an. Gute Stimmung." Da haben die Leute einen Anhaltspunkt, verstehen dass wir auf der Straße feiern und uns nicht (nur) mit den Cops kloppen wollen.
Warum wir auf der Straße waren, hat auch kein Schwein gewusst. Die inhaltliche Aussage fehlte, wohlmöglich hätte man diese auf die Reeperbahn bringen können, wenn denn mal jemand Farbe mitgenommen hätte!
Also Leutchen! Weg von der Konsumhaltung "Cool, Demo! Mitlatschen, Musik aus dem Lauti hören, Super, Super". Auf zur Eigeninitiative! Schreibts euch hinter die Ohren, schliesslich kursieren schon Gerüchte über eine RTS Anfang August in Hamburg!

P.S.: @ Mumuckju: Eine RTS anzumelden ist vollkommener Bullshit, schliesslich ist sie dann erpressbar. "Entweder ihr geht jetzt weiter/hört auf die Straße zu blockieren, oder wir machen die Veranstalter verantwortlich/nehmen den Lautsprecherwagen mit."
Hat doch wunderprächtig geklappt mit der Umleitung Richtung Landungsbrücken!

(lokale) Presseschau

Zeitungsleser 02.05.2002 - 01:58
Taz-Hamburg
MOPO
Hamburger Abendblatt
Die Welt
Spiegel.de

MOPO und Abendblatt haben eindeutig vom Polizeiprotokoll abgeschrieben. Bis auf die Taz, die etwas analysiert und ruhig berichtet wirken der Rest der Artikel sehr reißerisch und übertrieben. Da wird sich an kleinsten Dingen hochgeschaukelt.
Gelungen ist die Satzkombination im Abendblatt: "Kurz nach 23 Uhr randalierten Punker im U-Bahnhof Mönckebergstraße. Sie sprangen auf die Schienen, verhinderten so, dass die Bahnen fahren konnten. Polizisten zogen die Punker von der Straße." Die Hamburger Polizei scheint unvorstellbare Macht zu haben. Sie zieht Punker, die auf Schienen rumspringen von der Straße.

Schanze und RTL

Hamburger 02.05.2002 - 03:43
Die Bilder die RTL in Ihren Nachrichten gezeigt haben sind echt "ulkig". sie reden davon das das Pflaster aufgerissen wurde und zeigen dann risige Haufen von Kopfsteinpflaster. sie hatten wohl keine Ahnung, das dort eine Baustelle ist, und die Haufen von den Bauarbeitern waren, die die Straße grade neu machen. sah zwar schön im TV aus aber war halt nicht so, und solche Steine sind etwas zu schwer, um sie so schnell auf einen Haufen zu werfen wenn dieses überhaupt möglich wäre (große dicke schwere Steine). naja wie immer eine Bestätigung: die Presse hat keine ahnung (milde ausgedrückt).

schade

mit friedlichen mitteln? 02.05.2002 - 14:29
hi! ich möchte mich dem "die strasse gehört uns" -menschen anschließen! WO war die message?! ich wollte hingehen, zeigen, dass wir spass haben, dass die strasse UNS gehört und wir keinen verdammten schill in unserer stadt dulden!!!!!!!!!!!!!!!!! und nun hat er auch noch genau das bekommen was er wollte! die randalierenden linken..., gewalt, scheißverdammte welt, na geil!
wenn sowas passiert möchte ich nicht teil dieser scene sein
WO IST DIE MESSAGE DIE WIR RÜBERBRINGEN WOLLEN????
sozialer politik? menschennwürde? kein mensch ist illegal?
ODER HAB ICH DA WAS VERPASST???????????????????????????

NICHT ANMELDEN !!!

doch egal 02.05.2002 - 14:49
Also, sowas anzumelden ist wirklich doof, denn dann ist man ja eine Versammlung und wird nach einigem Paragraphen-Verbiegungen verschaukelt. Wie sonst auch! Deshalb: Wir gehen hin wo wir wollen, wann wir wollen, trotz der Autos! Egal was die Bullen / der Gesetzgeber will. Nebenbei: Ein Oberbulle hat erklärt, daß es sich eben NICHT um eine Versammlung handelte, sondern eher um eine ANSAMMLUNG

...

sorry 02.05.2002 - 14:54
Also keine Versammlung, sondern eine Ansammlung. Das wär halt nicht so genau geregelt...
Spitzenmäßig! Die konnten nicht die ganze Reeperbahn kesseln, wegen der Touris. Scheint fast so, als ob Ansammlungen schwerer zu verhindern sind (zumal keiner allein verantwortlich ist). Besonders wenn man der Pozilei nicht zuhört bzw. nicht auf deren Spitzendeals eingeht: Ihr geht halt dalang (Kessel???), dann könnt ihr euch versammeln! Spitze! Nicht mit nir! Bis zur nächsten Ansammlung.

polizeistaat

einer der auch gefeiert hat 02.05.2002 - 18:26
ich fand es am dienstag abend sehr erschreckend, mit welchem aufgebot die polizei vor ort war. die reeperbahn und alle nebenstrassen waren voll von bullen. und das alles nur, weil ein paar leute ein fest auf der reeperbahn feiern wollten. wenn mehr als 4 leute zusammen standen oder saßen, bekamen sie ein platzverweis. wo sind wir gelandet? kann es noch schlimmer werden?? ist man nur noch auf der strasse geduldet, wenn man konsumiert? sobald sich leute zusammenschliessen und selber ein bisschen musik machen, jonglieren, feuer spucken oder einfach nur unterhalten zeigt der polizeistaat seine zähne.
wie schon vorher kritisiert, kam der inhalt wirklich nicht gut rüber (ich wurde von vielen passanten gefragt, was hier eigentlich los sei) und mit kreativ sein verstehe ich auch etwas anderes, als nur zuzusehen - aber ich war auch nicht besser.
und der versuch, die leute in die schanze zu bringen (durchsage der bullen: wenn wir in der schanze weitermachen, werden die gefangenen freigelassen...ohne kommentar)zeigt doch nur, dass die bullen die randale wollten, die sie zwar nicht bekommen haben, wovon die medien aber berichteten.
die bullen muessen doch am besten wissen, dass wenn zivis keine randale machen, es auch keine randale gibt!
gruss

..

stefan 02.05.2002 - 19:50
Ich denke näxtes mal sollte eine RTS party einfach ein wenig auffallender angeküngigt werden. Im gegensatz zu den so schön bunten MLPD oder Linksruckie Plakaten sind mir die eigentlich wichtigen zu dienstag abend nicht wirklich aufgefalen...Würd mich freuen wenns näxtes mal ein bisschen bekannter werden würde den die Sache war an sich richtig gut!

Versammlung/Ansammlung

HeWhoLaughsLast 03.05.2002 - 00:12
Man, die Ordnungsmacht wird sich auch nicht einig darüber, wie sie das "Kind" denn nennen soll, was?
Ich hab mich auch kurz mit nem grünen Mann unterhalten und ihn gefragt, wie denn begründet ist, daß Artikel 8, Abs. 1 des Bundesdeutschen Grundgesetzes ("Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.") nicht zieht für so ein Treffen und er meinte, daß es definitiv eine Veranstaltung wäre und so etwas angemeldet werden müsse! ;-)

03.05.2002 - 03:25
Der Staatsrat der Innenbehörde widerspricht den Darstellungen in der Springer-Presse und des NDR. Die Ereignisse aus der Walpurgisnacht wären keine schweren Krawalle sondern "einige kleine Rangeleien am Rande" gewesen. Auch sei die Rote Flora überhaupt nicht verwickelt gewesen.

 http://www.taz.de/pt/2002/05/03/a0252.nf/text

Ööööh, falscher Link ;-)

03.05.2002 - 06:24

aufklärung tut not!!

spliff richard 04.05.2002 - 14:03

Was wisst ihr denn schon!!!!!!!!!!!

Frauchen 06.05.2002 - 15:01
Eigentlich kann ich bei solchen Sachen absolut nicht mitreden!Ich bin nämlich die Frau eines Polizisten und habe in manchen Dingen auch eine andere Meinung, als mein Mann. ABER, wenn ich hier lesen muß, dass in der Nacht zum 1. Mai alles so friedlich war usw., dann frage ich mich wirklich, warum mein Mann dann so kaputt und völlig fertig um 07.00 Uhr morgens von der Nachtschicht kam.Denkt ihr auch mal daran, dass man als Polizist nicht automatisch ein Schläger sein muß??? Und dass man nur seinen Job macht, wie tausend andere auch??? Mir geht die Hutschnur hoch, wenn ich hier teilweise so einen Mist lesen muß!!! Mein Gott, denkt auch mal jemand daran, dass auch ein Polizist eine Familie zu Hause hat, die Angst hat, dass dem Ehemann oder dem Papa etwas passieren könnte?! Man, diese Welt ist so zum Heulen. Was soll man dazu noch sagen!!!!!!!!!!

Also...

06.05.2002 - 16:01
..wenn ich die ganze Nacht Menschenjagd machen würde, wär ich auch müde. Wie wäre es sonst mit einem anderen Job? Auch innerhalb der Polizei gibt es sinnvolle Tätigkeiten. Verbrechensbekämpfung ist zum Beispiel wichtiger als Oppositionellenbekämpfung!

dein mann

Hamburgpunk.de 06.05.2002 - 22:02
ich war in der nacht zum 1-mai nicht anwesend, doch ich traue dem was hier z ulesen ist doch um einiges mehr als der springerpresse.
es ist leider tatsache, dass viele unserer achsotollen grünen männchen in uniform nich tmehr sind, als marionetten des systems und teilweise noch mehr, nämlich einfach schläger des staates. es geschieht JEDE woche wieder, dass man platzverweise etc. erhält, ja sogar in gewahrsam genommen wird, mit der begründung: WENN DU SO AUSSIEHST. wo sind wir denn hier?
ob dein mann da besser ist und lediglich die arschkarte gezogen hat, weil er den abend schicht hatte und sein eigentliches ziel wirklich verbrechensbekämpfung ist, und nicht das begehen von verbrechen (haben die nicht mal alle auf die verfassung geschworen?).
tut mir leid. es sit durchaus verständlich, dass alle die mehr als einmal stress mit der "polizei" hatten, einen gewissen hass verspüren und man kann davon ausgehen, dass es neben kiddie smit dumpfen parolen auhc noch lkeute gibt, die wissen wovon sie reden.

kleiner linktip:  http://www.hamburgpunk.de/zeke_konzert.html

so far... ich bin hier wohl einer der wenigen unanonymen. naja, aber mit eigener seite ist man das eh...

Ähem..

Nich unanonym 13.05.2002 - 01:07
"Oppositionelle" bekämpfen-böse; Verbrechen bekämpfen- gute Sache. Da muss man sich erst mal anschauen wer wieso warum Verbrechen definieren kann. Und generell dieses guter Bulle,böser Bulle Spiel nervt. Die werden doch nicht zu ihrem Job gezwungen. Und wenn sie den Job machen müssen sie für ihre Oberen und ihre Kolleggen gradestehen können.