Das Bataillon des Mörders
Das Carabinieribataillon, dem der Mörder Giulianis angehörte, hat, dem militärischen Status der carabinieris entsprechend, polizeiliche wie militärische Aufgaben wahrzunehmen - auch im Trikont!
Über das Carabinieribattaillon, dem der Mörder Giulianis angehörte!
Die staatliche Nachrichtenagentur ANSA schreibt am 21.7. 2001:
"Der carabiniere, der Carlo Giuliani getötet hat, sagte, er habe aus legitimer Notwehr geschossen. Der Soldat - ein einfacher carabiniere, 20 Jahre alt, vom battaglione Lombardia, wurde im Krankenhaus verhört, in das er mit Verwundungen am Kopf und an den Armen eingeliefert wurde, die ihm bei den Auseindersetzungen zugefügt worden waren. Der Landrover, in dem er sich befunden hatte, ist von den Demonstranten schwer beschädigt worden. Nachdem sie ihn umzingelt hatten, schlugen sie mit Rohren, Stöcken und Steinen auf ihn ein."
So viel Mitgefühl für einen Landrover.
Der mutmaßliche Todesschütze - in der Folge kurz Todesschütze genannt - war kein hilfloser, junger Mann aus rührend einfacher Familie aus einer entlegenen Provinz (das Cliché wird in Italien immer bemüht, wenn ein Carabiniere, meist durch eigene Schuld zum Handkuß kommt,) der noch dazu in die schreckliche Situation geriet, einen anderen jungen Mann zu erschießen, sondern er stammte aus einer scharfen Spezialeinheit, war Soldat, denn die Carabinieri sind eine militärische Waffengattung, (1) und wie wir dankenswerter aus der ANSA-Meldung erfahren, diente er bei dem in Mailand stationierten battaglione Lombardia.
Das ist kein beliebiges Polizeikommisariat. Das Battaglione Lombardia hat unter anderen die Funktion eines Überfalls- und Razziakommandos, das gegen Immigranten eingesetzt wird. Ein Scharfmacherkommando. Das Rassistenblatt La Padania berichtet am 9. 3. 2001 über eine der typischen Missionen des Sonderbataillons. Da fand von 22 Uhr nachts bis 4 Uhr früh in der Bahnhofsgegend Mailands eine Razzia statt, bei der gut hundert Menschen aufgegriffen wurden. 18 wurden ins Polizeipräsidium verschleppt, da sie keine Dokumente hatten. 3 Marrokaner, ein Algerier und ein Tunesier mußten auch daran glauben.
Das battaglione Lombardia stellt also eines der unzähligen Détachements dar, die in ganz Europa gegen Fremdrassige operieren. Der Mörder Giulianis stammt also aus einem staatlich abgesegneten Rassistenschwadron.
Nun, das sind Dinge, an die wir uns schon gewöhnt haben. Über ihre landesinterne Aufstandsbekämpfungsfunktion hinaus aber haben die Carabinieri aber auch, als militärische Waffengattung, seit Jahrzehnten militärische Missionen im Ausland zu versehen. Speziell das battaglione Lombardia diente beispielsweise vom August 1982 bis zum Februar 1984 im Libanon zur Unterstützung einer Fallschirmspringereinheit der Carabinieri, des battaglione Tuscania. Die militärpolizeilichen Aufgaben waren breit gestreut. Sie umfaßten auch nichtmilitärische Polizeifunktionen, es wurde bei Straßenunfällen eingesetzt, als Geleit- und Personenschutz, zur Bewachung und Sicherung der militärischen Kommandozentralen, zur Sicherung der Camps , der Logistik, es wurde auch in der Nacht zum Patrouillendienst eingesetzt und sie hatten die Verbindung zwischen den militärischen Positionen aufrechtzuerhalten. Am Beispiel Libanon zeigt sich die Verzahnung von zivilen und militärischen Aufgaben einer militärischen Struktur, die in einem überfallen Land zu operieren hat.
Missionen der Carabinieri fanden in Namibia, am Persischen Golf, in Kurdistan, in Albanien, Somalia, in Mozambique, in Bosnien, in El Salvador, in Cambogia, Palästina, Bosnien und Guatemala statt. (2)
Man kann mit einem gewissen Grad von mentaler Abrichtung des Todesschützen rechnen.
Seine Einheit ist also ein Element der internationalen NATO- und CIA-Polizei. Am battaglione Lombardia zeigt sich eine sehr weit entwickelte Doppelfunktion einer einzigen polizeilich-militärischen Waffengattung eines NATO-Musterlands, nämlich die der internen, wie externen Aufstandsbekämpfung, die einander ergänzen. Man sieht also, aus welcher umfangreich konzipierten Dimension die militärische Operation und ihr einzelner Akteur herstammen.
Anfang Juli 2001 trat der neue Carabinierikommandant der Lombardei sein Amt an, der 62-jährige General Mario Mori. Ihm unterstehen in der Lombardei 9000 Carabinieri. (3) Es liegt in einer gewissen Logik der Dinge, daß gerade dieser General Schüler des Carlo Alberto dalla Chiesa war, eines der unerbittlichsten Linkenhetzer der Siebzigerjahre - der bedauerlicherweise durch die Mafia umgebracht wurde.
Ihr Vorgehen gegen die poltischen Oppositionen stützen diese Typen auf die Meriten, die sie sich im Kampf gegen die Mafia erworben haben. Mori leitete 2 Jahre lang eine der zahlreichen ROS (Operativen Sondereinheiten, Raggruppamento Operativo Speciale) der Carabinieri: in dem Fall war es eine, die sich rühmen konnte, zur Verhaftung des Mafioso Totò Riina beigetragen zu haben.
Das ist das progressive Aushängeschild, mit dessen Renommé dann die Tätigkeit in der Aufstandsbekämpfung weitergeführt werden kann. Auf richterlicher Ebene ist Garzón eines der besten Beispiele für diese Doppelstrategie Legitimierung der Repression durch anderweitige demokratische Sicherheitssoperationen, in Falle Garzóns die Legitimierung die Repression der Basken durch das große demokratische Manöver der internationalen Juridisierung des Falles Pinochet.
Sicherheit und Aufstandsbekämpfung sind eine untrennbare Einheit auch in der Doktrin des Generals. In einem Interview mit dem Corriere della Sera (4) wird er nach dem jeweiligen Stellenwert des Kampfes gegen Organisierte Kriminalität, Terrorismus und und Kriminalität im städtischen Bereich gefragt.
Die Fragen sind militärisch knapp, sodaß man eigentlich gar nicht mehr von Journalismus sprechen kann.
?Der Terrorismus?" ?Dem werden wir zu Leibe rücken" antwortet Mori.
?Die Organisierte Kriminalität?" ?Die Szene hat sich geändert. Es hat da eine markante Weiterentwicklung gegeben." .. Und er erwähnt drei italienische Mafien. ?Wir wußten wer der Feind war. Jetzt tritt sie entschiedener, rücksichtsloser auf: jetzt treten auch ausländische Clans auf, wir haben eine feinverästelte Riesenkrimininalität vor uns. Die Profile werden ein wenig unscharf, und sie sind schwer zu fassen." (Hervorhebung von AuO)
Es nimmt sich aus wie eine Parabel für den polizeilich-militärischen Kampf gegen die kontinentalen Oppositionen, die er wohl auch im Visier haben dürfte, und bekanntlich wird politischer Widerstand gerne unter gemeine Kriminalität subsumiert.
Seine Aufgabe ist hart. ?Der Einsatz, der auf uns wartet, stellt ohne Zweifel eine große Anforderung für uns dar", meinte General Mori ins einer Antrittsrede ?Aber wenn alle, und daran möchte ich keinen Zweifel hegen, zusammenstehen, wenn wir uns auf unser Selbstbewußtsein verlassen, wenn wir uns über unsere Verantwortung im klaren sind, und wenn wir stolz sind, daß wir einer Institution angehören, die einen Bezugsrahmen darstellt Für die nationale Gemeinschaft, dann werden die Ergebnisse nicht ausbleiben."
Sie sind nicht ausgeblieben.
Appendix: Bereits 1964 plante ein Carabinieri-General, Giovanni de Lorenzo, einen Putsch. Ein weiterer Putsch fand 1070 statt, am ?golpe strisciante" (Schleichenden Staatsreich) in den Achtzigerjahren war Berlusconi beteiligt.
(1) ?Im April des vergangenen Jahres wurden die Carabinieri, Soldaten mit polizeilichen Aufgaben, neben Heer, Marine und Luftwaffe als eigene Waffengattung anerkannt". ( Berliner Zeitung, 31. 3. 200) ?... Somit dürfen sie künftig auch an Auslandseinsätzen teilnehmen - als eine Art Militärpolizei 8 (Egon Günthe r: Schichtwechsel im Supermarkt, Jungle World, 26. 4. 2000). Die Jungle World ist schlecht informiert. Schon seit 20 Jahren operieren die Carabinieri im Ausland.
(2) Partecipazione a missioni di pace all´estero (?Teilnahme an Friedensmissionen im Ausland") http://www.carabinieri.it/Tradizio/Storia/Stor 15PARTMISSESTE.ASP?m=i
(3) La Repubblica Milano, 6. 2. 2001, zitiert nach NSD, News sicurezza e difesa (http://www.nsd.it/news/sito.asp)
(4) Corriere della Sera, 6. 2. 2001, zitiert nach NSD Aug und Ohr, Gegeninformationsinitiative
Die staatliche Nachrichtenagentur ANSA schreibt am 21.7. 2001:
"Der carabiniere, der Carlo Giuliani getötet hat, sagte, er habe aus legitimer Notwehr geschossen. Der Soldat - ein einfacher carabiniere, 20 Jahre alt, vom battaglione Lombardia, wurde im Krankenhaus verhört, in das er mit Verwundungen am Kopf und an den Armen eingeliefert wurde, die ihm bei den Auseindersetzungen zugefügt worden waren. Der Landrover, in dem er sich befunden hatte, ist von den Demonstranten schwer beschädigt worden. Nachdem sie ihn umzingelt hatten, schlugen sie mit Rohren, Stöcken und Steinen auf ihn ein."
So viel Mitgefühl für einen Landrover.
Der mutmaßliche Todesschütze - in der Folge kurz Todesschütze genannt - war kein hilfloser, junger Mann aus rührend einfacher Familie aus einer entlegenen Provinz (das Cliché wird in Italien immer bemüht, wenn ein Carabiniere, meist durch eigene Schuld zum Handkuß kommt,) der noch dazu in die schreckliche Situation geriet, einen anderen jungen Mann zu erschießen, sondern er stammte aus einer scharfen Spezialeinheit, war Soldat, denn die Carabinieri sind eine militärische Waffengattung, (1) und wie wir dankenswerter aus der ANSA-Meldung erfahren, diente er bei dem in Mailand stationierten battaglione Lombardia.
Das ist kein beliebiges Polizeikommisariat. Das Battaglione Lombardia hat unter anderen die Funktion eines Überfalls- und Razziakommandos, das gegen Immigranten eingesetzt wird. Ein Scharfmacherkommando. Das Rassistenblatt La Padania berichtet am 9. 3. 2001 über eine der typischen Missionen des Sonderbataillons. Da fand von 22 Uhr nachts bis 4 Uhr früh in der Bahnhofsgegend Mailands eine Razzia statt, bei der gut hundert Menschen aufgegriffen wurden. 18 wurden ins Polizeipräsidium verschleppt, da sie keine Dokumente hatten. 3 Marrokaner, ein Algerier und ein Tunesier mußten auch daran glauben.
Das battaglione Lombardia stellt also eines der unzähligen Détachements dar, die in ganz Europa gegen Fremdrassige operieren. Der Mörder Giulianis stammt also aus einem staatlich abgesegneten Rassistenschwadron.
Nun, das sind Dinge, an die wir uns schon gewöhnt haben. Über ihre landesinterne Aufstandsbekämpfungsfunktion hinaus aber haben die Carabinieri aber auch, als militärische Waffengattung, seit Jahrzehnten militärische Missionen im Ausland zu versehen. Speziell das battaglione Lombardia diente beispielsweise vom August 1982 bis zum Februar 1984 im Libanon zur Unterstützung einer Fallschirmspringereinheit der Carabinieri, des battaglione Tuscania. Die militärpolizeilichen Aufgaben waren breit gestreut. Sie umfaßten auch nichtmilitärische Polizeifunktionen, es wurde bei Straßenunfällen eingesetzt, als Geleit- und Personenschutz, zur Bewachung und Sicherung der militärischen Kommandozentralen, zur Sicherung der Camps , der Logistik, es wurde auch in der Nacht zum Patrouillendienst eingesetzt und sie hatten die Verbindung zwischen den militärischen Positionen aufrechtzuerhalten. Am Beispiel Libanon zeigt sich die Verzahnung von zivilen und militärischen Aufgaben einer militärischen Struktur, die in einem überfallen Land zu operieren hat.
Missionen der Carabinieri fanden in Namibia, am Persischen Golf, in Kurdistan, in Albanien, Somalia, in Mozambique, in Bosnien, in El Salvador, in Cambogia, Palästina, Bosnien und Guatemala statt. (2)
Man kann mit einem gewissen Grad von mentaler Abrichtung des Todesschützen rechnen.
Seine Einheit ist also ein Element der internationalen NATO- und CIA-Polizei. Am battaglione Lombardia zeigt sich eine sehr weit entwickelte Doppelfunktion einer einzigen polizeilich-militärischen Waffengattung eines NATO-Musterlands, nämlich die der internen, wie externen Aufstandsbekämpfung, die einander ergänzen. Man sieht also, aus welcher umfangreich konzipierten Dimension die militärische Operation und ihr einzelner Akteur herstammen.
Anfang Juli 2001 trat der neue Carabinierikommandant der Lombardei sein Amt an, der 62-jährige General Mario Mori. Ihm unterstehen in der Lombardei 9000 Carabinieri. (3) Es liegt in einer gewissen Logik der Dinge, daß gerade dieser General Schüler des Carlo Alberto dalla Chiesa war, eines der unerbittlichsten Linkenhetzer der Siebzigerjahre - der bedauerlicherweise durch die Mafia umgebracht wurde.
Ihr Vorgehen gegen die poltischen Oppositionen stützen diese Typen auf die Meriten, die sie sich im Kampf gegen die Mafia erworben haben. Mori leitete 2 Jahre lang eine der zahlreichen ROS (Operativen Sondereinheiten, Raggruppamento Operativo Speciale) der Carabinieri: in dem Fall war es eine, die sich rühmen konnte, zur Verhaftung des Mafioso Totò Riina beigetragen zu haben.
Das ist das progressive Aushängeschild, mit dessen Renommé dann die Tätigkeit in der Aufstandsbekämpfung weitergeführt werden kann. Auf richterlicher Ebene ist Garzón eines der besten Beispiele für diese Doppelstrategie Legitimierung der Repression durch anderweitige demokratische Sicherheitssoperationen, in Falle Garzóns die Legitimierung die Repression der Basken durch das große demokratische Manöver der internationalen Juridisierung des Falles Pinochet.
Sicherheit und Aufstandsbekämpfung sind eine untrennbare Einheit auch in der Doktrin des Generals. In einem Interview mit dem Corriere della Sera (4) wird er nach dem jeweiligen Stellenwert des Kampfes gegen Organisierte Kriminalität, Terrorismus und und Kriminalität im städtischen Bereich gefragt.
Die Fragen sind militärisch knapp, sodaß man eigentlich gar nicht mehr von Journalismus sprechen kann.
?Der Terrorismus?" ?Dem werden wir zu Leibe rücken" antwortet Mori.
?Die Organisierte Kriminalität?" ?Die Szene hat sich geändert. Es hat da eine markante Weiterentwicklung gegeben." .. Und er erwähnt drei italienische Mafien. ?Wir wußten wer der Feind war. Jetzt tritt sie entschiedener, rücksichtsloser auf: jetzt treten auch ausländische Clans auf, wir haben eine feinverästelte Riesenkrimininalität vor uns. Die Profile werden ein wenig unscharf, und sie sind schwer zu fassen." (Hervorhebung von AuO)
Es nimmt sich aus wie eine Parabel für den polizeilich-militärischen Kampf gegen die kontinentalen Oppositionen, die er wohl auch im Visier haben dürfte, und bekanntlich wird politischer Widerstand gerne unter gemeine Kriminalität subsumiert.
Seine Aufgabe ist hart. ?Der Einsatz, der auf uns wartet, stellt ohne Zweifel eine große Anforderung für uns dar", meinte General Mori ins einer Antrittsrede ?Aber wenn alle, und daran möchte ich keinen Zweifel hegen, zusammenstehen, wenn wir uns auf unser Selbstbewußtsein verlassen, wenn wir uns über unsere Verantwortung im klaren sind, und wenn wir stolz sind, daß wir einer Institution angehören, die einen Bezugsrahmen darstellt Für die nationale Gemeinschaft, dann werden die Ergebnisse nicht ausbleiben."
Sie sind nicht ausgeblieben.
Appendix: Bereits 1964 plante ein Carabinieri-General, Giovanni de Lorenzo, einen Putsch. Ein weiterer Putsch fand 1070 statt, am ?golpe strisciante" (Schleichenden Staatsreich) in den Achtzigerjahren war Berlusconi beteiligt.
(1) ?Im April des vergangenen Jahres wurden die Carabinieri, Soldaten mit polizeilichen Aufgaben, neben Heer, Marine und Luftwaffe als eigene Waffengattung anerkannt". ( Berliner Zeitung, 31. 3. 200) ?... Somit dürfen sie künftig auch an Auslandseinsätzen teilnehmen - als eine Art Militärpolizei 8 (Egon Günthe r: Schichtwechsel im Supermarkt, Jungle World, 26. 4. 2000). Die Jungle World ist schlecht informiert. Schon seit 20 Jahren operieren die Carabinieri im Ausland.
(2) Partecipazione a missioni di pace all´estero (?Teilnahme an Friedensmissionen im Ausland") http://www.carabinieri.it/Tradizio/Storia/Stor 15PARTMISSESTE.ASP?m=i
(3) La Repubblica Milano, 6. 2. 2001, zitiert nach NSD, News sicurezza e difesa (http://www.nsd.it/news/sito.asp)
(4) Corriere della Sera, 6. 2. 2001, zitiert nach NSD Aug und Ohr, Gegeninformationsinitiative
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Zammreißen!
1. Wir wollen keine Gerichtsverfahren, vor allem für unsere Leute nicht, weil wir wissen, was das für ne farce ist. Wir wollen die willkürlichen Verhaftungen schließlich nicht nachträglich rechtsstaatlich lackieren! Das muß dann aber auch für den twen da gelten! Der sitzt schneller als ihr denkt, so ein Bauernopfer kommt den berlusconis p1sern etc. gerade recht!
2. Die Typen die solche Kids mit scharfen Waffen in solche Szenarien senden, die die oben beschriebenen Sondereinheiten erfinden etc. werden so für immer verschont! Die können sich doch als die Gerechtigkeit in Person aufspielen, wenn sie "einzelne gesetzesübertretungen mit aller härte verfolgen" (so ungefähr berlusconi am Freitag, 27.7....)
3. Im zweifel für den Angeklagten. Dies Sprüchlein ist eins der genialsten, das je das menschliche Zusammenleben geprägt hat. Die Unschuldsvermutung muß auch für diesen Copper gelten. "Wird scho'n Schwein gwesen sein" hat mit "Gäräächtigkaaaait" über-haupt-nicht-ssss zu tun. In dubio pro reo darf man außerdem nicht nur aus reiner Vernunft Anwendung finden. Auch wenn es scssshwerfällt: Wir müssen gegenüber dem Cop auch so empfinden! Solange nichts anderes beweißbar ist, bleibt er für uns jemand, der in Panik überreagiert hat, BASTA.
4. Deswegen muß man nicht zwingend aufhören, Carlo Giulinani als "Mordopfer" zu bezeichnen: Schaut mal im Lexikon nach unter "mittelbarer Täterschaft"...
No justice no peace!
Dsan1
Rädchen
manche bullen sind sicher mehr als nur ausführendes organ, nutzen die ihnen überragene marginale macht aus um zu eskalieren, zu quälen, anderen menschen das leben schwer zu machen. (übrigens machen erstaunlich viele dieser deformierten seelen karriere bei der bullerei- was sicher einiges über deren strukturen aussagt) ob carlos mörder zu dieser art 'bad cops' zu rechnen ist, kann nach vorliegenden informationen nicht beurtielt werden.
was man jedoch mit sicherheit sagen kann ist, dass die wirklich verantwortlichen natürlich einige etagen höher sitzen. wer schickt die bullen mit scharfen waffen los? wer eskaliert im vorfeld? wer gibt befehle, die zu solchen situationen führen? es sind die einsatzleiter, deren vorgesetzte bis hoch zu caesar silvio und auch deren hofberichterstatter. DIESE menschen sind verantwortlich für carlos tod.
ich denke, der schrei nach einer schnellen & möglichst harten verurteilung von carlos mörder geht am problem vorbei. 1. hat mein vorredner recht, mit solch einem bauernopfer ziehen sich die hintermänner viel zu leicht aus der verantwortung. 2. sollte man sich als gegner des systems nicht auf die justiz-spielchen etc. einlassen, die zugrunde liegenden gesetze sind einfach nicht die unseren. 3. führt nur die zerschlagung der entsprechenden organisationsstrukturen (in diesem falle der carabineri) zu einem für die zukunft tragfähigen ergebnis. alles andere macht den vorfall wiederholbar. noch besser freilich wäre die zerschlagung der zugrunde liegenden sozio-ökonomischen verhältnisse, in diesem sinne: KEINE HEXENJAGD!!!
schön und gut, aber....
Zitat :
Das battaglione Lombardia stellt also eines der unzähligen Détachements dar, die
in ganz Europa gegen Fremdrassige operieren.
wie kam der Jeep dahin ?
Den Jeeps gelang es nicht, die Menschenmenge hier aufzulösen, die Leute begannen sich gegen diesen Angriff zu wehren. Die Jeeps fuhren von dem Ort ab, bis auf einen (in dem der besagte Mordschütze saß), weil dieser an einem Müllcontainer festhing und von rechts von mehreren DemonstrantInnen mit einem Holzbalken angegriffen wurde. Dadurch war die Abfahrt erschwert. Von hinten kamen nun einige andere DemonstrantInnen zum Wagen und griffen mit Steinen und Knüppeln die Rückseite des Jeeps an, unter ihnen auch Carlo. Auf einem der Bilder taucht auch der besagte Feuerlöscher auf, der aller Wahrscheinlichkeit nach aus dem Jeep selbst stammt. Ob er von dem Carabiniere selber Richtung DemonstrantInnen geworfen wurde, geht aus dem Bildmaterial leider nicht hervor. Der Carabiniere zeiht im Wageninneren seine Dienstwaffe und richtet sie auf die DemonstrantInnen am Hinterteil des Wagens. Dies wird von den auf der linken Rückseite des Wagens gesehen, sie fliehen. Einer der Demonstranten läuft auf den Feuerlöscher zu und stolpert darüber, er fällt hin. In dem Moment hebt Carlo den Feuerlöscher auf. Carlo hat die Waffe noch nicht gesehen, ob er gerufene Warnungen gehört hat, geht aus den Bildern auch nicht hervor. In diesem Moment erhebt sich Carlo mit dem Feuerlöscher. Ob er den Feuerlöscher gegen den Jeep werfen will (was nur zu verständlich wäre!) oder ihn nur aus dem Weg schaffen will, bleibt natürlich offen. Jedenfalls wird er in dieser Situation aus nächster Nähe (maximal 2 Meter Abstand) von dem Carabiniere erschossen. Der erste Schuß trifft ihn im linken Auge, ein zweiter Schuß trifft ebenfalls seinen Kopf. Carlo fällt zu Boden. Da die Personen auf der rechten Seite mittlerweile auch vor den Schüssen geflüchtet sind, hindert den CC-Jeep nichts mehr an der Abfahrt. Im Rückwärtsgang überfährt der Jeep Carlos leblos daliegenden Körper und bricht ihm die Beine, anschließend fährt der Jeep wieder vor, rollt dabei über Carlos Hüfte. Der Mordschütze hat noch immer die Waffe in der Hand und hält sich wegen der anwesenden Presse die Hand vors Gesicht, um unerkannt zu bleiben (soviel zur "Schock"-These, die die hiesige Mainstream-Presse gerne präsentiert). Mittlerweile kommen Bullen in Kampfmontur (keine CC!), die die ganze Zeit einige Meter vom Wagen entfernt die Szene beobachtet hatten, ohne einzugreifen (soviel zur "Notwehr"-These) zum Jeep. Einigen der Bullen ist das Entsetzen über diesen Mord an ihren Gesten anzusehen (einer hält vor Fassungslosigkeit die Hände an den Kopf/Helm). Einige DemonstrantInnen gehen zu Carlo und wollen sich um den Verletzten/Toten kümmern. Kurze Zeit später schießt die Polizei Gas-Granaten in die Menge und auf Carlos HelferInnen, eine Polizeikette mit Schilden rückt vor und schirmt Carlos Körper ab. EinE ÄrztIn oder HelferInnen haben keinen Zugang, irgendein Polizist hat Carlo eine Polizeiweste übergezogen (aus Mitleid, aus Scham??)
Nach einiger Zeit kommt eine SanitäterIn, die Carlo aber nicht mehr helfen kann. Carlos Leichnam bleibt noch einige Zeit liegen, wobei umherstehende Bullen den Leichnam angaffen.
Frage an olaf
Bitte um Antwort!
Über unsere Gegner!
Laberanarchist?
Assassini
ehrlich sein!
meine schreibe pisst mich an, ich hör auf, ciao amigianis