Wenn Räumung, dann Beule!!!
Das ex-besetzte Haus Rigaer 94 in Berlin-Friedrichshain ist räumungsbedroht. Die ersten Räumungsklagen werden am 1. und 10. August am Amtsgericht Lichtenberg verhandelt.
Kommt Alle! Rigaer 94 verteidigen!!!!
Kommt Alle! Rigaer 94 verteidigen!!!!
Wenn Räumung, dann Beule!!!
Kollektive Strukturen verteidigen!
Rigaer 94 bleibt!
Suitbert Beulker [Schönhauser Allee 73 a, Prenzlauer Berg] besitzt die Häuser Rigaer Str. 94, 95, 96 sowie das angrenzende Haus in der Liebigstr. 14, allesamt in Berlin/Friedrichshain. Die Rigaer 95 und 96 wurden bzw. werden saniert, die Liebigstr. 14 ebenfalls. Wie in solchen Fällen üblich werden die Häuser komisch gelb und die Mieten steigen.
Bei den Hausprojekten Rigaer 94 und Liebigstr. 14 geht es jedoch nicht nur um die politische Dimension der Umstrukturierung, um die Vertreibung sozial schwacher MieterInnen aus ihrem sozialen Umfeld durch das unter bestehenden Verhältnissen normale (normal beschissene) Vorgehen - Häuser kaufen und sanieren - von Suitbert Beulker.
Durch sein Verhalten greift er die seit Anfang der neunziger Jahre bestehenden Hausprojekte explizit an. Zum Beispiel, indem er verlangt, dass er in der Rigaer 94 und in der Liebig 14 uneingeschränkt Zugang zum Treppenhaus hat. Für die BewohnerInnen bedeutet das, dass die offene hausinterne Wohnstruktur nicht mehr haltbar ist, wenn jeder Idiot durch das Haus laufen kann.
Eine weitere Eskalationsstufe stellen die Räumungsklagen für inzwischen sechs Wohnungen in der Rigaer 94 dar. Alles deutet darauf hin, dass er das Projekt loswerden will. Dagegen wehren wir uns.
Warum der Stress? Ist ein Leben in Einraumwohnungen nicht auch ganz schön? Wir sind skeptisch und empfinden Hausprojekte erstaunlicherweise als etwas durchaus sinnvolles. Freiräume zu schaffen und entstandene Freiräume zu verteidigen ist ein wichtiges Element unserer politschen Praxis. Die grossen "Schlachten" von Prag, Gorleben oder Göteborg sind richtig und wichtig, in einem bestimmten Sinn jedoch auch ein Zeichen von Schwäche. Dann nämlich, wenn sie die alltäglichen Auseinandersetzungen mit unseren Strukturen ersetzen, wenn brennende Barrikaden den Blick auf die Tatsache verstellen, daß Radikalität sich in unserem Alltags selten wiederfindet, daß Perspektiven und Strukturen fehlen oder verlorengehen.
Es ist nachvollziehbar, dass die besagten Kämpfe eher in der Lage sind, reale Gegenmacht zu repräsentieren, das Gefühl oft erlebter Ohnmacht zu bekämpfen. Dennoch braucht unser Widerstand eine soziale Basis, wir brauchen Hausprojekte, Wagenburgen, Kollektivkneipen, Volxküchen... Wir brauchen Räume, die ein herrschaftsfreies Leben zumindest vorstellbar machen.
Damit meinen wir nicht, dass zum Beispiel Hausprojekte herrschaftsfreie Räume sind, nur weil sie den Anspruch haben. Macht- und Unterdrückungsverhältnisse können hier genauso wirken wie überall. Ein Angreifen dieser Verhätnisse kann jedoch sinnvoller in kollektiven Strukturen geschehen.
Wir werden nicht die Gerichte über die Zukunft dieses Hausprojekts entscheiden lassen und höflich abwarten, was geschieht. Wir werden der Eskalation von Seiten Beulkers ein hübsches Ramba-Zamba entgegensetzen.
Während der Gerichtsverhandlungen über die Räumungsklagen im Amtsgericht Lichtenberg wird es Kundgebungen geben - zum Beispiel am 1. und 10.8. - 10 Uhr [Amtsgericht Lichtenberg, Roedeliusplatz 1].
Achtet auf Ankündigungen, denkt euch was aus, beteiligt euch an Aktionen!
Wenn Räumung, dann Beule!
Kollektive Strukturen verteidigen -
Kadterschmieden aufbauen!!!
Rigaer 94 bleibt unser!!!
Chronik:
September 2000: Verkauf des Hauses an Suitbert Beulker, obwohl die BewohnerInnen das Haus per GenossInnenschaft kaufen wollten. Beulker wusste das.
Oktober 2000: Versuch einer Verständigung mit Suitbert Beulker am Runden Tisch - nach drei Sitzungen brach er die Gespräche ab. Er erkennt den bestehenden Rahmenvertrag nicht an, unterschreibt allerdings eine Absichtserklärung einen aktualisierten Rahmenvertrag betreffend.
Anfang Dezember: Beulker scheitert mit dem Versuch, per Einstweiliger Verfügung Zugang zum Haus zu erreichen. Beulker geht in Berufung.
Januar 2001: Beulker kündigt alle Mietverträge fristlos wegen angeblicher Mietrückstände. Das ist natürlich Quatsch.
Februar 2001: Beulker bricht mit Hilfe der Bullen ins Haus ein und verschafft sich Zugang zu vermieteten Wohnräumen.
Am 15.2. fordert er vom Hausverein, dass keine Veranstaltungen mehr in der Kadterschmiede stattfinden.
März 2001: Der Hausverein verklagt Beulker zur Einhaltung der Absichtserkärung, einen neuen Rahmenvertrag auszuhandeln.
Am 1.3. fordert Beulker in einem Brief die Räumung der Kadterschmiede bis zum 15.3..
In den Räumen befände sich eh nur Sperrmüll.
April: Beukler reicht beim Amtsgericht Räumungsklage für mindestens sechs Wohnungen ein.
(Es ist noch unklar, ob für weitere Wohnungen Räumungsklagen eingereicht wurden)
Juni 2001: Urteilsverkündung im Berufungsverfahren zur Einstweiligen Verfügung: Beulker bekommt Begehungsrecht zugesprochen und muss Hausschlüssel erhalten. Das Gericht hat somit Treppenhaus, Dachboden und Keller als Wohnraum aberkannt.
1. u. 10. August 01: Verhandlung der ersten Räumungsklagen vor dem Amtsgericht Lichtenberg (Roedeliusplatz 1). 10 Uhr, Raum 156 (Neubau)
Kontakt: z.B. über die Kadterschmiede Rigaer Str. 94 SF [offen Mo und Di ab 21h
jd. 1. Do ab 21h
jd. 2. So 14-17h Frauen-Lesben Frühstück,
So 19h Queerabend]
v.i.s.d.p.: klara fall, rigaer str. 2001 10247 berlin_____
Kollektive Strukturen verteidigen!
Rigaer 94 bleibt!
Suitbert Beulker [Schönhauser Allee 73 a, Prenzlauer Berg] besitzt die Häuser Rigaer Str. 94, 95, 96 sowie das angrenzende Haus in der Liebigstr. 14, allesamt in Berlin/Friedrichshain. Die Rigaer 95 und 96 wurden bzw. werden saniert, die Liebigstr. 14 ebenfalls. Wie in solchen Fällen üblich werden die Häuser komisch gelb und die Mieten steigen.
Bei den Hausprojekten Rigaer 94 und Liebigstr. 14 geht es jedoch nicht nur um die politische Dimension der Umstrukturierung, um die Vertreibung sozial schwacher MieterInnen aus ihrem sozialen Umfeld durch das unter bestehenden Verhältnissen normale (normal beschissene) Vorgehen - Häuser kaufen und sanieren - von Suitbert Beulker.
Durch sein Verhalten greift er die seit Anfang der neunziger Jahre bestehenden Hausprojekte explizit an. Zum Beispiel, indem er verlangt, dass er in der Rigaer 94 und in der Liebig 14 uneingeschränkt Zugang zum Treppenhaus hat. Für die BewohnerInnen bedeutet das, dass die offene hausinterne Wohnstruktur nicht mehr haltbar ist, wenn jeder Idiot durch das Haus laufen kann.
Eine weitere Eskalationsstufe stellen die Räumungsklagen für inzwischen sechs Wohnungen in der Rigaer 94 dar. Alles deutet darauf hin, dass er das Projekt loswerden will. Dagegen wehren wir uns.
Warum der Stress? Ist ein Leben in Einraumwohnungen nicht auch ganz schön? Wir sind skeptisch und empfinden Hausprojekte erstaunlicherweise als etwas durchaus sinnvolles. Freiräume zu schaffen und entstandene Freiräume zu verteidigen ist ein wichtiges Element unserer politschen Praxis. Die grossen "Schlachten" von Prag, Gorleben oder Göteborg sind richtig und wichtig, in einem bestimmten Sinn jedoch auch ein Zeichen von Schwäche. Dann nämlich, wenn sie die alltäglichen Auseinandersetzungen mit unseren Strukturen ersetzen, wenn brennende Barrikaden den Blick auf die Tatsache verstellen, daß Radikalität sich in unserem Alltags selten wiederfindet, daß Perspektiven und Strukturen fehlen oder verlorengehen.
Es ist nachvollziehbar, dass die besagten Kämpfe eher in der Lage sind, reale Gegenmacht zu repräsentieren, das Gefühl oft erlebter Ohnmacht zu bekämpfen. Dennoch braucht unser Widerstand eine soziale Basis, wir brauchen Hausprojekte, Wagenburgen, Kollektivkneipen, Volxküchen... Wir brauchen Räume, die ein herrschaftsfreies Leben zumindest vorstellbar machen.
Damit meinen wir nicht, dass zum Beispiel Hausprojekte herrschaftsfreie Räume sind, nur weil sie den Anspruch haben. Macht- und Unterdrückungsverhältnisse können hier genauso wirken wie überall. Ein Angreifen dieser Verhätnisse kann jedoch sinnvoller in kollektiven Strukturen geschehen.
Wir werden nicht die Gerichte über die Zukunft dieses Hausprojekts entscheiden lassen und höflich abwarten, was geschieht. Wir werden der Eskalation von Seiten Beulkers ein hübsches Ramba-Zamba entgegensetzen.
Während der Gerichtsverhandlungen über die Räumungsklagen im Amtsgericht Lichtenberg wird es Kundgebungen geben - zum Beispiel am 1. und 10.8. - 10 Uhr [Amtsgericht Lichtenberg, Roedeliusplatz 1].
Achtet auf Ankündigungen, denkt euch was aus, beteiligt euch an Aktionen!
Wenn Räumung, dann Beule!
Kollektive Strukturen verteidigen -
Kadterschmieden aufbauen!!!
Rigaer 94 bleibt unser!!!
Chronik:
September 2000: Verkauf des Hauses an Suitbert Beulker, obwohl die BewohnerInnen das Haus per GenossInnenschaft kaufen wollten. Beulker wusste das.
Oktober 2000: Versuch einer Verständigung mit Suitbert Beulker am Runden Tisch - nach drei Sitzungen brach er die Gespräche ab. Er erkennt den bestehenden Rahmenvertrag nicht an, unterschreibt allerdings eine Absichtserklärung einen aktualisierten Rahmenvertrag betreffend.
Anfang Dezember: Beulker scheitert mit dem Versuch, per Einstweiliger Verfügung Zugang zum Haus zu erreichen. Beulker geht in Berufung.
Januar 2001: Beulker kündigt alle Mietverträge fristlos wegen angeblicher Mietrückstände. Das ist natürlich Quatsch.
Februar 2001: Beulker bricht mit Hilfe der Bullen ins Haus ein und verschafft sich Zugang zu vermieteten Wohnräumen.
Am 15.2. fordert er vom Hausverein, dass keine Veranstaltungen mehr in der Kadterschmiede stattfinden.
März 2001: Der Hausverein verklagt Beulker zur Einhaltung der Absichtserkärung, einen neuen Rahmenvertrag auszuhandeln.
Am 1.3. fordert Beulker in einem Brief die Räumung der Kadterschmiede bis zum 15.3..
In den Räumen befände sich eh nur Sperrmüll.
April: Beukler reicht beim Amtsgericht Räumungsklage für mindestens sechs Wohnungen ein.
(Es ist noch unklar, ob für weitere Wohnungen Räumungsklagen eingereicht wurden)
Juni 2001: Urteilsverkündung im Berufungsverfahren zur Einstweiligen Verfügung: Beulker bekommt Begehungsrecht zugesprochen und muss Hausschlüssel erhalten. Das Gericht hat somit Treppenhaus, Dachboden und Keller als Wohnraum aberkannt.
1. u. 10. August 01: Verhandlung der ersten Räumungsklagen vor dem Amtsgericht Lichtenberg (Roedeliusplatz 1). 10 Uhr, Raum 156 (Neubau)
Kontakt: z.B. über die Kadterschmiede Rigaer Str. 94 SF [offen Mo und Di ab 21h
jd. 1. Do ab 21h
jd. 2. So 14-17h Frauen-Lesben Frühstück,
So 19h Queerabend]
v.i.s.d.p.: klara fall, rigaer str. 2001 10247 berlin_____
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Ergänzungen
Beule?
Wie bitte?
habt ihr da wirklich gewohnt? oh mann, ihr seid echt fertig.
.
squat the world!
kadterschmieden aufbauen!und verteidigen!!
an rotzlöffel
häuser klauen
das ist die einzigste sprache, die sie verstehen.
alternative strukturen aufbauen, besetzen, ...
Räumen
@ F.F.L.G.
Solidarität mit allen besetztem Häusern! den privatisierten Raum wieder zurückerobern! UND BESONDERS: HÄNDE WEG VON DER ROTEN FLORA! Bei Räumung Straßenschlacht !
an die oberen kommentare
HACKTZ?
Wahnsinnig geworden?
zuviel bse-fleisch gefressen?
Monopoly
die menschen die nicht der deutschen Norm entsprechen
die nicht in einem wohnklo isoliert und kontrolliert leben
die nicht ihr dasein als geboren werden-dressiert-arbeit- familie dressieren-tod akzeptieren
die alternativen zum allgegenwährtigen unterdrückungs- rollen- und ausbeutungssystem träumen sowie leben wollen
menschen die kein bock auf gott staat und patriarchat
auf volk führer und nation haben
also menschen die ihr leben selbstbestimmt und solidarisch
genießen wollen
sind mir lieber als die die das einfach so hinnnehmen und in ihrem scheuklappendenken und arschkriechen das leben nie begreifen
blödem volke unverständlich treiben wir des lebens spiel
gerade das was unabwendlich fruchtet unserem spott als Ziel
magst es kinderrache nennen an des daseins tiefem ernst
wirst das leben besser kennen wenn du uns verstehen lernst.
kadterschmiede bleibt
turn rigaer into kalenderpanden