Bericht von der Spree
Heute, Freitag, den 6. Juli 2001, trafen sich am s-Bahnhof "Friedrichstraße" in Berlin 25 Leute, um gegen die staatliche kriminalisierung von Bewegung zu protestieren und Solidarität mit den Verhafteten bei den Protesten in Göteborg und Salzburg zu demonstrieren. Sie bestiegen zwanzig Schlauchboote, unterstützt von einer größeren Anzahl SympathisantInnen, und fuhren mit Sprechchören, wie "Alle haben ein Recht auf Bewegung", "Widertand und Protest ist legitim", "Keine Kriminalisierung von KapitalismuskritikerInnen" die Strecke vom S-Bahnhof zum Bundestag die Spree entlang.
direkte (spaß-)aktion in Berlin: "FÜR BEWEGUNGSFREIHEIT!"
Dort entrollten sie gegenüber dem Reichstag ein Transparent "Step by Step against the world wide GAP" und machten weiterhin mit Sprechchören auf sich aufmerksam. "Die Aktionsform, mit Schlauchbooten symbolisch die Spree zu besetzen soll auf unsere Forderungen aufmerksam machen, Freies Fluten für alle und überall. Die Politik und Polizei versucht KritikerInnen des derzeit herrschanden Kapitalismus zu kriminalisieren und durch grundlegende Einschneidungen z.B. der Bewegungsfreiheit mundtot zu machen. Wie bereits seit langem bei Flüchtlingen angewendet, sollen nun auch Andersdenkende, in ihren grundlegenden Freiheiten eingeschränkt werden."
Als die DemonstrantInnen bereits wieder am Umkehren waren und eine geeignete Stelle suchten, um an Land zu gehen, griff die Polizei ein und fischte diese unter einsatz von Gewalt und ziemlich ruppig aus dem Wasser. Mit Enterhacken wurden die Schlauchboote geentert und die DemonstrantInnen in ein Polizeiboot gezogen. Am Rand der Spree auf der Höhe des S-Bahnhofs "Friedrichstraße" sammelte sich eine Armada aus Polizisten und die DemonstrantInnen wurden eingekesselt, um ihre Personalien aufzunehmen. Die Polizisten stellten Strafanzeige gegen die DemonstrantInnen und beschlagnahmten die Schlauchboote "für den nächsten Betriebsausflug", wie ein Polizist lakonisch bemerkte. Nachdem sich alle DemonstrantInnen von der Polizei ablichten lassen mußten und ihre Namen notiert wurden, konnten sie wieder gehen, nicht ohne angedroht zu bekommen, daß es "Post geben" wird. Ein Demonstrant wurde von der Polizei vorübergehend verhaftet und befindet sich zur Stunde noch in Polizeigewahrsam, ihm steht eine Erkennungsdienstliche Behandlung bevor. Was weiter mit ihm geschieht können wir im Moment noch nicht sagen.
Aus dem Aufruf für die Aktion:
"unsere kreativität wird uns immer neue wege aufzeigen, mit denen sie niemals gerechnet haben. sie führen krieg und wir reagieren mit phantasie. jeder protest gegen ungerechtigkeit und unmenschlichkeit hat seine berechtigung! doch die eu-politiker und die mitglieder der selbsternannten "mächtigsten der welt" sehen das anders.
gerhard schröder forderte als erster "mit aller härte" gegen diese leute vorzugehen. es folgten beschränkungen von grundlegenden menschenrechten: einschränkung der reisefreiheit, teils bis zur beschränkung des legalen aufenthaltsortes auf eine stadt, durch pflichtvorladungen zweimal täglich bei der örtlichen polizei und der abnahme des personalausweises und des reisepasses. diffamierung durch politiker und der medien. die ganze unmenschliche repression wird an der "beantwortung" eines steinwurfs auf einen gerüsteten, bewaffneten, behelmten und mit schutzschild ausgestatteten polizisten durch einen schuß in den rücken eines unbewaffneten, ungeschützten, wegrennenden menschen deutlich. genauso wirkt diese aber auch auf die ganze bewegung, nicht nur durch erschrockenheit und betroffenheit, sondern auch durch konkrete maßnahmen und gesetze der staatsgewalt. getroffen ist einer, gemeint und betroffen sind wir alle. halten wir zusammen und wehren uns mit allen unseren möglichkeiten."
Bewegung läßt sich nicht verbieten! Jeder Protest gegen Ausbeutung und Unterdrückung hat eine Berechtigung! Solidarität mit den politischen Gefangenen und Flüchtlingen hier und auf der ganzen Welt. Kapitalismus tötet!
P.S. Es gibt schöne Bilder von der Aktion, leider kriegen wir sie gerade nicht ins Netz geladen. Achtet bitte darauf auf den entsprechenden Seiten!
Dort entrollten sie gegenüber dem Reichstag ein Transparent "Step by Step against the world wide GAP" und machten weiterhin mit Sprechchören auf sich aufmerksam. "Die Aktionsform, mit Schlauchbooten symbolisch die Spree zu besetzen soll auf unsere Forderungen aufmerksam machen, Freies Fluten für alle und überall. Die Politik und Polizei versucht KritikerInnen des derzeit herrschanden Kapitalismus zu kriminalisieren und durch grundlegende Einschneidungen z.B. der Bewegungsfreiheit mundtot zu machen. Wie bereits seit langem bei Flüchtlingen angewendet, sollen nun auch Andersdenkende, in ihren grundlegenden Freiheiten eingeschränkt werden."
Als die DemonstrantInnen bereits wieder am Umkehren waren und eine geeignete Stelle suchten, um an Land zu gehen, griff die Polizei ein und fischte diese unter einsatz von Gewalt und ziemlich ruppig aus dem Wasser. Mit Enterhacken wurden die Schlauchboote geentert und die DemonstrantInnen in ein Polizeiboot gezogen. Am Rand der Spree auf der Höhe des S-Bahnhofs "Friedrichstraße" sammelte sich eine Armada aus Polizisten und die DemonstrantInnen wurden eingekesselt, um ihre Personalien aufzunehmen. Die Polizisten stellten Strafanzeige gegen die DemonstrantInnen und beschlagnahmten die Schlauchboote "für den nächsten Betriebsausflug", wie ein Polizist lakonisch bemerkte. Nachdem sich alle DemonstrantInnen von der Polizei ablichten lassen mußten und ihre Namen notiert wurden, konnten sie wieder gehen, nicht ohne angedroht zu bekommen, daß es "Post geben" wird. Ein Demonstrant wurde von der Polizei vorübergehend verhaftet und befindet sich zur Stunde noch in Polizeigewahrsam, ihm steht eine Erkennungsdienstliche Behandlung bevor. Was weiter mit ihm geschieht können wir im Moment noch nicht sagen.
Aus dem Aufruf für die Aktion:
"unsere kreativität wird uns immer neue wege aufzeigen, mit denen sie niemals gerechnet haben. sie führen krieg und wir reagieren mit phantasie. jeder protest gegen ungerechtigkeit und unmenschlichkeit hat seine berechtigung! doch die eu-politiker und die mitglieder der selbsternannten "mächtigsten der welt" sehen das anders.
gerhard schröder forderte als erster "mit aller härte" gegen diese leute vorzugehen. es folgten beschränkungen von grundlegenden menschenrechten: einschränkung der reisefreiheit, teils bis zur beschränkung des legalen aufenthaltsortes auf eine stadt, durch pflichtvorladungen zweimal täglich bei der örtlichen polizei und der abnahme des personalausweises und des reisepasses. diffamierung durch politiker und der medien. die ganze unmenschliche repression wird an der "beantwortung" eines steinwurfs auf einen gerüsteten, bewaffneten, behelmten und mit schutzschild ausgestatteten polizisten durch einen schuß in den rücken eines unbewaffneten, ungeschützten, wegrennenden menschen deutlich. genauso wirkt diese aber auch auf die ganze bewegung, nicht nur durch erschrockenheit und betroffenheit, sondern auch durch konkrete maßnahmen und gesetze der staatsgewalt. getroffen ist einer, gemeint und betroffen sind wir alle. halten wir zusammen und wehren uns mit allen unseren möglichkeiten."
Bewegung läßt sich nicht verbieten! Jeder Protest gegen Ausbeutung und Unterdrückung hat eine Berechtigung! Solidarität mit den politischen Gefangenen und Flüchtlingen hier und auf der ganzen Welt. Kapitalismus tötet!
P.S. Es gibt schöne Bilder von der Aktion, leider kriegen wir sie gerade nicht ins Netz geladen. Achtet bitte darauf auf den entsprechenden Seiten!
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Ergänzungen
hat viel gebracht
aus dem ticker der ddp-nachrichtenagentur
Mit einer spektakulären Aktion haben am Freitag etwa 20 junge Leute in Berlin gegen den bevorstehenden G8-Gipfel in Genua protestiert. In rund einem Dutzend gelber Schlauchboote fuhren sie unter Rufen wie «Freiheit» und lautem Trillerpfeifenkonzert auf der Spree bis in Höhe des Reichstages in Mitte. Auf der gegenüberliegenden Uferseite brachten sie an einem Bauzaun ein Transparent mit der Aufschrift «Step by step against the worldwide gap» an. Auf der Rückfahrt wurden die meisten Protestierer kurz vor der Friedrichstraße von Beamten auf einem Polizeiboot vom Wasser geholt, die übrigen fuhren freiwillig an die Kaimauer.
Quelle: ddp - 6.7.2001
Weiss einer
Neue Perspektiven
jetzt hab ich Dich icke!
Nie wieder Auschwitz!
Was ist los mit Euch? Warum geht es Euch immer um den Deutschen, den ihr erreichen wollt? Ihr freut Euch wie Kinder wenn der deutsche da irgendwo rumsteht und in die Hände klatscht? Das kann ich kaum glauben..., Rostock, Hoyerswerda, coole Aktionen, oder? Da ging ja so einiges und alle haben aplaudiert. Schon jetzt sollte Dir klar sein, das sich der Grad einer Aktion nicht an der zustimmung des Volkes messen kann, sonder im Gegenteil an deren Unverständnis. Eine Aktion ist dann erfolgreich, wenn sie sich dem Konsens mit Deutschland entzieht. Antsiemiten und Rassisten etwas vermitteln zu wollen, ist genau so schwer wie alten Antiimps den Antisemitismus austreiben zu wollen. Das Problem ist die fehlende Analyse. Wo der Volksmob wütet und klatscht, kann nichts fortschrittliches entstehen, da kann einzig der Weg zu Auschwitz geebnet werden. Das wollt ihr doch nicht, oder steckt in Euch doch noch so einiges an antisemitischer Deutschtümelei?
Ich hoffe nicht und auch wenn ich es unger sage ich appeliere an Euch... Laßt den Scheiß. Krieg dem Deutschen Volk. Gegen Staat, Nation und Kapital. Deutsche in die Spree.
Besorgter
Nachtrag zu Besorgtem
Tsstss Besorgter
Alter Scheinheiliger Heuchler
Kommentar zum Besorgten
reaktionäre auf indymedia stoppen!
Zu bandirossa
Nachtrag zu bandirossa
Eines habe ich noch vergessen
@ET
Zu bandeierossa, E T hat Recht
hm...
sollten soche gespräche nicht lieber seperat in einem öffentlichen board geführt werden?
also ich möchte nur anmerken, das ich die fotos gut finde, schön wäre es aber wenn sie schärfer wären, noch mehr fotos unter www.stressfaktor.squat.net